TEATRO CAPRILE - SERVET IN GENF
 
 
 
19.11.2010 um 19:30 Uhr
   
 
   
 

Auf Anregung von Landessuperintendent HB Pfr. Mag. Thomas Hennefeld zum 500. Geburtstag des Reformators Johannes Calvin im Vorjahr einstudiert, wurde das Drama "Servet in Genf" von Albert J. Welti  (1894 - 1965) bisher erfolgreich in Wien, Graz, Villach, Vorarlberg und der Schweiz präsentiert. Es zeichnet ein differenziertes Bild des Reformators, dessen Ethik auch für den Erfolg des Bankenplatzes Schweiz mitverantwortlich ist. Welti stellt die beiden Kontrahenten Calvin und Servet als kompromisslos ihrem Glauben verpflichtete und in ihrer Psyche durchaus herzliche und bisweilen auch brüchige Personen dar. Das Drama, das 1931 im Stadttheater Bern uraufgeführt
wurde, endet vor dem grausamen Gerichtsverfahren und der brutalen Hinrichtung. Das Schicksal des spanischen Arztes Miguel Servet, des Leugners der Trinität Gottes, ist eine Hauptursache eines weithin negativen Calvin-Bildes. Heute wird er deshalb zu Unrecht als protestantischer Taliban verschrien. Vergessen wird dabei, dass er wesentliche Impulse zur Trennung
von Kirche und Staat gab.

"Der von allen Kirchen verfolgte Leugner der Dreieinigkeit Gottes Michael Servet (Stefan Rager) will beides, Calvin sprechen und sein Leben retten. Den überarbeiteten, kranken Calvin (Christoph Prückner) plagt das Joch seiner heiligen Stadt: Zwei Propheten sind gefangen in ihren Prophetien.
Kopflos handeln die genußsüchtigen und flüchtlingsfeindlichen Gegner Calvins. Das Wandertheater läßt sakrale Räume geschickt mitspielen."
(Andreas Meier)

Tickets: €12 VVK/€15 AK (€8 VVK/€10 AK ermäßigt), €6 für Schülergruppen (nur mit Voranmeldung möglich!)
Ticketreservierung: oez@innsbruck-christuskirche.at oder 0650 - 5051192.
VVK-Stelle: MO-FR von 08:00-12:00 Uhr im Pfarrbüro (Richard-Wagner-Str. 4).