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Die Gemeinde im Überblick

Namensgebend für die gesamte Gemeinde ist die 1906 erbaute Christuskirche im schönen Innsbrucker Stadtteil Saggen.

Sie dient seit der gelungenen Umgestaltung ihres Innenraums 2006 und der Errichtung eines barrierefreien Zugangs vom Martin-Luther-Platz her auch als Offenes Evangelisches Zentrum (OEZ). Neben den Gottesdiensten finden hier auch Gemeinschafts- und Bildungsveranstaltungen, Konzerte, Theater- und Filmvorführungen im besonderen Rahmen statt.

Auch an weiteren Orten im Gemeindegebiet leben und feiern wir unseren Glauben - regelmäßige Gottesdienste und Treffpunkte gibt es im Gemeindezentrum Technikerstraße in Innsbruck und in der Kreuzkirche in Völs, sowie in Birgitz, Telfs und Seefeld.

Die Evangelische Pfarrgemeinde A.u.H.B.* Innsbruck-Christuskirche ...

Näheres entnehmen Sie bitte unserem Informationsblatt "Evangelisch in Innsbruck und Umgebung".

Informationen zu unserer Evangelischen Nachbargemeinde Innsbruck-Auferstehungskirche finden sie hier.

* A.u.H.B. = Augsburger und Helvetisches Bekenntnis = Lutherisch und Reformiert

Team

Menschen machen die Gemeinde bunt und lebendig.

Über 150 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen sich in unserer Gemeinde ein.

Dazu gibt es ein Team von Hauptamtlichen mit folgenden Aufgabenschwerpunkten:

Bild: Werner Geißelbrecht

Werner Geißelbrecht

Pfarrer - Christuskirche Saggen, Birgitz

Kontakt:

„Leben, teilen und feiern wir unseren Glauben, lassen wir uns auf Gott ein und auf die Menschen, sind wir miteinander Gemeinde Jesu. Das wünsche ich mir für die Christuskirche.“
Bild: Bernhard Groß

Bernhard Groß

Pfarrer - GZ Technikerstraße, Völs, Telfs, Seefeld

Kontakt:

„Grund und Mitte, Motivation und Verheißung unseres Gemeinde-lebens ist die Frohe Botschaft von Jesus Christus. Diese bezeugen und verkündigen wir in Wort und Tat 'frisch, fromm, fröhlich und frei'.“
Bild: Silke Dantine

Silke Dantine

Pfarrerin - Schwerpunkt Diakonie

Kontakt:

„Gemeinde ist lebendig, wenn es normal ist, anders sein zu dürfen. Denn bei Gott ist jede/r so angenommen, wie er/sie ist. Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“
Bild: Klaus Niederwimmer

Klaus Niederwimmer

Pfarrer - Kliniken und Gefängnis

Kontakt:

„Ich wünsche mir, dass dies manchmal gelingen kann: Menschen in schwierigen Zeiten – ob im Krankenhaus oder im Gefängnis – zu begleiten und sie so etwas von Gottes Nähe spüren zu lassen.“
Bild: Hannah Hofmeister

Hannah Hofmeister

Pfarrerin (Auferstehungskirche) - Altersheime

Kontakt:

„Wenn wir mal selbst nichts mehr tragen können, ist es gut zu wissen, dass Gott uns trägt. Das hat er versprochen! 'Auch bis in euer Alter bin ich derselbe und will euch tragen, bis ihr grau werdet.' (Jes. 46,4).“
Bild: Ulrike Swoboda

Ulrike Swoboda

Lehrvikarin (Pfarrerin in Ausbildung)

Kontakt:

„Das Leben ist nicht ein Sein, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung. Wir sind’s noch nicht, wir werden’s aber. Es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg. (Nach Martin Luther)“
Bild: Annemarie Goldbrich

Annemarie Goldbrich

Kinder- und Jugendreferentin

Kontakt:

„Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. (Ps 1,3)“
Bild: Christof Nemec

Christof Nemec

Pfarrkanzlei

Kontakt:

„Christof Nemec übernimmt am 1. August 2019 die Pfarrkanzlei von seinem Vorgänger Wolfgang Holl. Wir freuen uns auf gute Zusammenarbeit!“
Bild: Astrid Zehenter

Astrid Zehenter

Kirchenbeitragsstelle

Kontakt:

„Alle eure Sorgen werfet auf ihn, denn er sorgt für euch“ (1. Petr. 5,7) Das Gebet ist mir eine Hilfe für den Alltag. Ich möchte selbst stets ein offenes Ohr für die Anliegen aller Anrufenden haben.“
Bild: Katharina Nemec

Katharina Nemec

OEZ Veranstaltungen

Kontakt:

„Das OEZ Christuskirche als Treffpunkt für Kultur und Bildung im besonderen Rahmen: Offen Evangelisch und weit über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus. Das liegt mir besonders am Herzen!“

Lektorinnen und Lektoren

In der Evangelischen Kirche können ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Pfarrgemeinde auch Gottesdienste leiten.

Dazu bedarf es einer speziellen theologischen und praktischen Ausbildung und der Berufung durch das Presbyterium als LektorIn.

Die Chancen dieses besonderen kirchlichen Amtes liegen in der Lebens-, Berufs- und Glaubenserfahrung, die die Ehrenamtlichen in ihre Verkündigung einbringen und in der Erweiterung der Möglichkeiten der Gemeinde, Gottesdienste an verschiedenen Orten zu feiern.

In unserer Gemeinde sind derzeit folgende LektorInnen tätig:

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Wie werde ich LektorIn?

Die Vorbereitung und Fortbildung der LektorInnen auf ihren Dienst obliegt dem/der zuständigen PfarrerIn - in unserer Gemeinde Bernhard Groß.

Die Evangelische Kirche in Österreich bietet für das LektorInnenamt zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an zu Themen wie Bibelkunde, Predigtlehre, Sakramentsverwaltung, Rhetorik, etc.

Standorte

Das historische und organisatorische Zentrum unserer Gemeinde sind die Christuskirche und das Pfarrhaus im Innsbrucker Stadtteil Saggen.

Daneben gibt es noch weitere Gottesdienst- und Versammlungsorte im Westen Innsbrucks (Gemeindezentrum Technikerstraße), in Völs (Kreuzkirche Friedenssiedlung), Seefeld, Telfs und Birgitz.

Die Christuskirche ist ca. 1,5 km vom Stadtzentrum entfernt. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem eigenen Fahrzeug gut erreichbar. Der Zugang ist barrierefrei, eine induktive Höranlage, sowie ein rollstuhlgerechtes WC sind vorhanden.

Und so finden Sie zu uns.

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Eigene Räumlichkeiten der Gemeinde:

  • Christuskirche, 6020 Innsbruck, Martin-Luther-Platz
  • Gemeindezentrum, 6020 Innsbruck, Technikerstraße 50
  • Kreuzkirche, 6176 Völs, Friedensstraße 1

Orte, an denen wir regelmäßig zu Gast sein dürfen:

  • St. Georgskapelle, 6410 Telfs, Georgenweg 63
  • Seekirchl, 6100 Seefeld, Möserer Straße (im Sommer)
  • Kapitelsaal der Pfarrkirche, 6100 Seefeld, Dorfplatz (im Winter)
  • Pfarrkirche, 6092 Birgitz, Dorfstraße

Struktur und Arbeitsweise

Evangelische Pfarrgemeinden haben viele wichtige Aufgaben eigenverantwortlich zu erfüllen.

Der Gemeindevertretung und dem Presbyterium kommen dabei als demokratisch gewählten, entscheidungsbefugten Leitungsgremien besondere Verantwortung zu.

Die aus ihrem Kreis gewählte Kuratorin (Maria Kalcsics) führt den Vorsitz und vertritt die Gemeinde gemeinsam mit den amtsführenden Pfarrern (Werner Geißelbrecht und Bernhard Groß) nach innen und außen in allen Angelegenheiten, die nicht dem Presbyterium vorbehalten sind.

Pfarrkanzlei (Wolfgang Holl) und Kirchenbeitragsstelle (Astrid Zehenter) kümmern sich um organisatorische und administrative Belange und stehen Ihnen für Auskünfte gerne zur Verfügung.

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Die Gemeindevertretung befasst sich mit allen Themen, die für die Gemeindeentwicklung von grundlegender und/oder weitreichender Bedeutung sind.

Beispielsweise bedürfen personelle Angelegenheiten (betreffend Pfarrstellen oder Schaffung von Dienstposten für Angestellte der Pfarrgemeinde), die Durchführung von Bauvorhaben, die Budgeterstellung und der Rechnungsabschluss der Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung.

Im Zuge der Diskussion über den von den PfarrerInnen und LeiterInnen von Arbeitsbereichen erstellten Jahresbericht nimmt die Gemeindevertretung auch Einfluss auf die inhaltliche Orientierung der Pfarrgemeinde.

Die Gemeindevertretung wird alle sechs Jahre von den Mitgliedern der Pfarrgemeinde gewählt (zuletzt am 15. April 2018). Neben den 36 gewählten Mitgliedern gehören ihr auch die PfarrerInnen der Gemeinde an.

Mitglieder der Gemeindevertretung vom 1. Juli 2018 bis 31. Dezember 2023.

Informationen zur Wahl aus unserer Gemeindezeitung "Die Brücke", Ausgabe Advent 2017.

Sitzungen der Gemeindevertretung finden 2 – 3mal jährlich unter dem Vorsitz der Kuratorin statt. Sie sind öffentlich. Auch Gäste sind daher stets herzlich willkommen, haben allerdings kein Stimmrecht.

Das Presbyterium nimmt wesentliche Leitungsaufgaben eigenverantwortlich wahr.

Gemeinsam mit den PfarrerInnen ist es für die geistliche Leitung der Pfarrgemeinde verantwortlich. Dazu gehört auch

  • die Festsetzung von Zeit und Ort der Gottesdienste;
  • die Einrichtung von Kinder- und Jugendgottesdiensten und die Förderung der außerschulischen Jugendarbeit;
  • die Verantwortung für die diakonische Arbeit in der Pfarrgemeinde;
  • die ökumenische Zusammenarbeit;
  • und die Mitwirkung bei der Bestellung geistlicher Amtsträger oder Amtsträgerinnen.

Ebenso sorgt das Presbyterium verantwortlich für die Vertretung der Pfarrgemeinde. Das umfasst u.a.:

  • die Vorbereitung und Durchführung der Gemeindevertretungswahlen;
  • die Einberufung der Gemeindevertretung und die Ausführung ihrer Beschlüsse;
  • die Erstattung von Vorschlägen über allgemeine kirchliche Angelegenheiten an kirchliche Stellen.

Weiters ist das Presbyterium verantwortlich für die Verwaltung aller Angelegenheiten in der Pfarrgemeinde, soweit sie nicht dem amtsführenden Pfarrer übertragen oder der Gemeindevertretung vorbehalten sind, ferner für den Vollzug der Anordnungen der übergeordneten Stellen und für die rechtliche Vertretung der Pfarrgemeinde. Dieser große Aufgabenblock beinhaltet insbesondere

  • die Personalangelegenheiten;
  • das Finanzwesen;
  • die Vermögensverwaltung (Kirchen und Pfarrhaus);
  • sowie die Organisationsentwicklung und die Berichtslegung;
  • und schließlich die Entscheidung über die Durchführung von Veranstaltungen.

Das Presbyterium wird ebenfalls alle sechs Jahre gewählt, und zwar von der Gemeindevertretung in der ersten Sitzung einer neuen Funktionsperiode (zuletzt am 24. Mari 2018).

Gewählte Mitglieder sind derzeit und noch bis 31. Dezember 2023:

  • Anne BINDER
  • Barbara ENTSTRASSER (Schatzmeisterin)
  • Gerhard HOF (Schriftführer)
  • Maria KALCSICS (Kuratorin)
  • Dagmar KLEINE
  • Ulrike RICCABONA
  • Alexandra TANDA (Amt ruhend seit 8.7.2019 wegen Kandidatur bei der Wahl zum Nationalrat 2019)
  • Thomas TRITTHART (zurückgetreten am 23.5.2019 - Nachwahl geplant für 7.11.2019)
  • Thorsten WEBER
  • Inge WERNER

Weiters gehören auch die PfarrerInnen der Gemeinde (Silke DANTINE, Werner GEIßELBRECHT, Bernhard GROSS, Klaus NIEDERWIMMER) dem Presbyterium an.

Sitzungen des Presbyteriums finden durchschnittlich einmal pro Monat statt. Zu Jahresbeginn findet außerdem eine ganztätige Klausur statt, um über grundlegende Fragen ohne Zeitdruck beraten zu können.

Bild: Maria Kalcsics

Maria Kalcsics

Presbyterin, Vorsitzende, Kuratorin

Kontakt:

„Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen (Lk 6,1). Lassen wir die Bedürfnisse dieser Welt an uns heran, uns berühren - und packen wir an, um am Ende alle gemeinsam lachen zu können.“
  • Sitzung der Gemeindevertretung

    Die gewählte Vertretung unserer Gemeinde tagt öffentlich
    zu aktuellen Fragen der Gemeindeentwicklung.

    19:00 Uhr
    Christuskirche/OEZ, Martin-Luther-Platz, Innsbruck

Wahl der Gemeindevertretung 2018

Am 15. April 2018 fanden die Wahlen in die neue Gemeindevertretung statt. Ein großes Dankeschön an die 40 Kandidatinnen und Kandidaten und allen, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben.

Hier finden Sie das endgültige Wahlergebnis.

Von 1. Juli 2018 bis 31. Dezember 2023 beraten und beschließen die Mitglieder der Gemeindevertretung über alle grundsätzlichen Fragen des Lebens der Pfarrgemeinde, genehmigen den Haushaltsplan, beschließen Neu-, Zu- und Umbauten an kirchlichen Gebäuden sowie über Anstellungen in der Pfarrgemeinde.

Die konstituierende Sitzung der neuen Gemeindevertretung fand am Donnerstag, 24. Mai 2018, um 19 Uhr, in der Christuskirche statt. Dort wurden  aus dem Kreis der GemeindevertreterInnen folgende 10 PresbyterInnen gewählt:

Im Gottesdienst in der Christuskirche am Sonntag, 1. Juli 2018, um 9.30 Uhr, wurden die neu gewählten GemeindevertreterInnen feierlich begrüßt und die PresbyterInnen in ihr Amt eingeführt. In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Presbyteriums wurde Maria Kalcsics als Kuratorin und damit auch zur Vorsitzenden der Gemeindevertretung und des Presbyteriums gewählt.

Informationen zu Wahl aus unserer Gemeindezeitung "Die Brücke", Ausgabe Advent 2017

Informationen zu Wahl aus unserer Gemeindezeitung "Die Brücke", Ausgabe Ostern 2018

Gemeindeentwicklung

Die Aufgaben und die Arbeit einer Pfarrgemeinde sind vielgestaltig und komplex.

Um möglichst gezielt und effizient arbeiten zu können und in der Fülle der Tagesgeschäfte nicht den Blick für das Wesentliche zu verlieren, liegt unserer Arbeit ein Gemeindeentwicklungskonzept zugrunde. Dieses wurde in einem offenen, basisorientierten Prozess gemeinsam entwickelt und wird regelmäßig evaluiert und weitergeschrieben.

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Erstmals wurde im Herbst 1998 ein Gemeindeentwicklungskonzept für die Christuskirche beschlossen. Anlässlich der erstmaligen Verleihung des Zukunftspreises der Diözese Salzburg-Tirol am 8. Dezember 2000 wurde es mit der Zuerkennung des 2. Preises gewürdigt und wird seither konsequent umgesetzt.

Im Jahr 2002 erfolgte eine erste Evaluierung und Fortschreibung des Konzeptes.

2010/11 erstellte das Presybterium unter breiter Beteiligung ein erneuertes "Gemeindeentwicklungskonzept 2011". Dieses wurde der Gemeindevertretung am 1. April 2011 zum Beschluss vorgelegt. Schauen Sie hinein und sagen oder schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu.

Blick in die Geschichte

Schon zu Beginn der Reformation, um das Jahr 1520, kommen reformatorische Gedanken und Schriften nach Tirol.

Heftiger Widerstand der katholischen Obrigkeit lässt evangelisches Leben aber bald nur noch im Geheimen zu. Erst 1869 konstituiert sich die „Protestantische Glaubensgenossenschaft in Innsbruck“ als provisorische Filiale von Salzburg, 1876 wird die Gemeinde selbständig. Ihre Existenz bleibt aber umstritten.

Als erstes Gemeindezentrum dient eine aufgelassene Schule mit Kapelle in der Altstadt (Kiebachgasse 10). Mit tatkräftiger Unterstützung von vielen Seiten, vor allem aus Deutschland, wird auf einem von der Stadt Innsbruck zur Verfügung gestellten Grundstück im neuen Stadtteil Saggen 1905/06 die Christuskirche mit dem Pfarrhaus errichtet (vgl. historisches Bild aus dem Jahr 1907 rechts).

In der Zwischenkriegszeit, besonders im Austrofaschismus, haben viele Evangelische Probleme im betont katholischen Tirol bzw. Österreich. Manche begrüßen dann den Anschluss an Hitler-Deutschland als Rückkehr ins „Mutterland der Reformation“. Dass der Nationalsozialismus unvereinbar ist mit dem Evangelischen Glauben, wurde zum Teil in erschreckender Weise verkannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen in Nordtirol nach und nach sechs weitere Pfarrgemeinden mit Kirchen und Gemeindezentren. Anlässlich der ersten Olympischen Winterspiele in Innsbruck wird im Stadtteil Reichenau 1964 die Auferstehungskirche erbaut, seit 1970 ist die Pfarrgemeinde selbständig.

Im Jahre 2005 zieht die Superintendentur (Kirchenleitung) für Salzburg und Tirol aus Salzburg nach Innsbruck um. 2006 wird die Christuskirche im Saggen generalsaniert und zu einem „Offenen Evangelischen Zentrum“ (OEZ) ausgebaut.

Heute sind wir in Stadt und Land anerkannt und geschätzt und leben unseren christlichen Glauben fröhlich und frei in evangelischer Tradition und guter ökumenischer Verbundenheit. Das breite Angebot der beiden Innsbrucker Pfarrgemeinden findet Anklang bei Mitgliedern und vielen weiteren Interessierten.

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Nachlese aus dem Gemeindeleben

... und Berichtenswertes mit Blick über den Tellerrand.

07.07.2019 | Familiengottesdienst mit Verabschiedung von Wolfgang Holl und Christine Pescosta

"Mach dich auf den Weg - Gott geht mit!"

Die alte Verheißung an Abraham hat uns durch diesen Familiengottesdienst begleitet. Und wir haben uns daran erinnern lassen, dass Gott uns nah ist und bleibt in den großen und kleinen Aufbrüchen im Leben.

Auch verabschiedet haben wir uns von zwei Personen, denen ein Aufbruch unmittelbar bevorsteht; die über viele Jahre hinweg sehr verbunden waren mit der Christuskirche – und die hoffentlich auch weiterhin mit uns verbunden bleiben werden; die hier lange Zeit gearbeitet und die Gemeinde mit ihrer Arbeit und mir ihrer ganzen Persönlichkeit geprägt haben: Wolfgang Holl aus der Pfarrkanzlei und Küsterin Christine Pescosta.

Wir wünschen den beiden von Herzen alles Gute und Gottes Segen!

16.06.2019 | "Ewige Baustelle" - Wir feierten 150 Jahre Evangelisches Leben in Tirol

Unter dem Motto „150 Jahre - Ewige Baustelle“ feierte unsere Gemeinde gemeinsam mit der ganzen Diözese Salzburg und Tirol die beiden Jubiläen "150 Jahre Protestantische Glaubensgenossenschaft Innsbruck" und "150 Jahre Gustav-Adolf-Zweigverein Tirol".

Wir erinnerten uns an die Entstehungsgeschichte unserer Gemeinden, schauten zurück auf Meilensteine in deren Entwicklung über die letzten 150 Jahre und blickten in die Zukunft unserer kleinen, aber lebendigen und engagierten Evangelischen Kirche in Tirol.

Aus unserer christlichen Überzeugung heraus feierten wir diesen Tag nachhaltig nach den Kriterien von GOING GREEN TIROL (die Auszeichnung erfolgte durch Green Events Tirol.

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." - Klicken Sie auf die Fotos rechts; es öffnet sich dann eine Fotostrecke und Sie können Sich einen Eindruck vom Fest verschaffen.

Fotos: Gerhard Hof

Passions- und Osterkästen 2019

An den Sonntagen in der Passionszeit wurden auch heuer wieder die Passionskästen gestaltet.

Schon seit ein paar Jahren ist das zur Tradition geworden und viele Kinder freuen sich extra auf diese besonderen Kindergottesdienste.

Das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern vor seiner Gefangennahme wurde kurzerhand in die Natur verlegt, aber ist ja klar, es war abends, daher durften die Sterne am Himmel nicht fehlen.

Für Jesu Verhaftung wurde aus Flaschenverschlüssen Römerhelme und besonders wurde darauf geachtet, welche Seite wie viele und wie große Schwerter bekam. Als Erkennungszeichen küsste Judas Jesus, darum wurde ihm ein großer roter Mund ins Gesicht gemalt.

Jesus wird angeklagt – die Szene kam heuer ganz ohne Männchen aus. Jesus wurde aus einigen Ästen und einem roten Mandel gebogen und weil er als König der Juden verspottet wurde, trug er eine Dornenkrone.

Zum ersten Mal haben wir die Kästen nach Ostern um einen erweitert. Zwei Jünger wandern nach Emmaus, als sich ein Mann zu ihnen gesellt und ihnen darlegt, warum Jesus leiden und sterben musste. Die Osterfreude ist deutlich in den Gesichtern zu sehen.

24.03.2019 | "Jesu, meine Freude" - Gottesdienst

Einen ganz besonderen musikalischen Gottesdienst in der Christuskirche feierten Diözesankantor Gordon Safari, sein Ensemble und Lektor Günter Liegl mit der Gemeinde.

Hören und uns zu Herzen gehen lassen durften wir die  Motette "Jesu, meine Freude" (BWV 227) von Johann Sebastian Bach, weiters "Gottes gewalt'ger Arm" von Josef Gabriel Rheinberger und "Locus iste" von Anton Bruckner.

Sopran: Electra Lochhead, Silvia Moroder
Alt: Tamara Obermayr
Tenor: Maximilian Kiener
Bass: Nicholas Morton

Barockvioloncello: Hannah Vinzens
Violone: Sepp Radauer

Leitung und Orgel: Gordon Safari

Liturgie und Predigt: Günter Liegl

08.02.2019 | "Trauung für alle" - Sitzung der Gemeindevertretung

Seit 1.1.2019 gibt es in Österreich die "Ehe für alle". Für die Evangelische Kirche A.B. in Österreich stellt sich damit auch die Frage nach einer kirchlichen "Trauung für alle".

Über deren Einführung wird die Synode A.B. in einer Sondersitzung am 9.3.2019 beraten und voraussichtlich entscheiden. Die Pfarrgemeinden wurden eingeladen, dazu im Vorfeld Stellung zu nehmen.

In einer - wie immer öffentlichen - Sitzung am 8. Februar 2019 beschäftigte sich auch unsere Gemeindevertretung in Anwesenheit und unter Beteiligung zahlreicher Gäste (denen auch allen Rederecht eingeräumt wurde) ausführlich mit der Thematik. Nach einer sehr offen und beherzt geführten Debatte wurde am Ende der Sitzung in geheimer Abstimmung mit sehr großer Mehrheit beschlossen (29 Ja- / 2 Nein-Stimmen):

„Wir befürworten die Einführung der „Trauung für alle“ in der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich durch die Synode A.B. in ihrer Sondersession am 9. März 2019.“

Näheres entnehmen Sie bitte der offiziellen Stellungnahme unserer Gemeinde.

Inhaltlich werden diese Stellungnahmen auch in unserer Gemeinde nicht alle teilen. Wie können wir mit unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Meinungen in der Kirche gut umgehen? Dazu predigte Pfarrer Werner Geißelbrecht am Sonntag, 10.2.2019 über Eph 4,1-6 zum Thema "Einheit in der Vielfalt". Auf mehrfachen Wunsch finden Sie auch diese Predigt hier zum Nachlesen.

31.10.2018 | Reformationsgottesdienst mit Gastprediger: Bischof Hermann Glettler

Feier des Reformationstags in ökumenischer Verbundenheit.

Ein Jahr nach dem großen Jubiläum "500 Jahre Reformation" hat das Presbyterium unserer Pfarrgemeinde den römisch-katholischen Bischof von Innsbruck, Hermann Glettler, zu einer Gastpredigt eingeladen. Er hat zugesagt, mit uns den Gottesdienst gefeiert und über den Bibeltext Galater 5,1-6 gepredigt: "Zur Freiheit hat uns Christus befreit!"

Musikalisch gestaltet wurde dieser besondere Festgottesdienst von Elias Praxmarer an der Orgel und Manuel Tumler auf der Trompete.

Viele sind gekommen um mitzufeiern und haben das gute ökumenische Miteinander als schön, sinnvoll und bereichernd erlebt. Das Echo war überaus positiv.

07.10.2018 | Erntedank und Kirchenlauf 2018

Em Erntedanksonntag ging's auch heuer wieder bunt zu in der Christuskirche.

Wir begannen mit einem Familiengottesdienst zum Thema "Gottes gute Schöpfung", zu dem wir einmal in ganz anderer Sitzordung in der Kirche Platz nahmen - vgl. Fotos.

Anschließend liefen wir wieder rund um den Kirchenblock, hatten dabei viel Spaß und konnten eine stattliche Spendensumme sammeln für die weitere Gestaltung des Kirchengartens. Nach dem Neubau des Spielplatzes fehlt dort noch eine gemütliche Sitzecke, diese wollen wir Anfang 2019 errichten. Die beeindruckenden Zahlen: 35 LäuferInnen, 535 gelaufene Runden, 4.244,50 gesammelte Euro: DANKE!

Nach dem Lauf luden wir wie immer zum gemeinsamen Mittag­essen „Speisung der 5000“ ein, um uns zu erholen vom Laufen, Anfeuern und Sponsern, uns zu stärken und den Erfolg gemeinsam zu feiern.  Weil es einer der wenigen nicht so warmen Tage war, aßen wir diesmal in der Kirche. Für viele auch ein ganz besonderes Erlebnis ...

Fotos: Maria Kalcsics

2017 - 500 Jahre Reformation

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen gegen den Ablass.

Dieses Datum steht symbolisch für einen umfassenden, europaweiten Reformprozess in Kirche und Gesellschaft mit weltgeschichtlicher Bedeutung. Den Reformatoren ging es darum, die frohe Botschaft von Jesus Christus wieder neu und befreiend zum Klingen zu bringen: Gott liebt uns Menschen ohne Vorleistung, bedingungslos. Und aus diesem Glauben heraus können wir unser Leben gestalten - fröhlich und engagiert, in Freiheit und Verantwortung.

Was bedeutete es damals, was heißt es heute, den christlichen Glauben in evangelischer Prägung zu leben? Darüber sind wir im Jubiläumsjahr 2017 neu ins Nachdenken und ins Gespräch gekommen. Ein besonderer Höhepunkt war das große Fest „tirol.feiert.evangelisch“ am 21. Oktober 2017 in der Messe Innsbruck. Weitere Veranstaltungen aus dem Jubiläumsjahr finden Sie im Programmheft tirol.feiert.evangelisch: 2017 | 500 Jahre Reformation.

Unzählige Begegnungen, das vertiefte Kennenlernen reformatorischer Theologien sowie von Geschichte und Strukturen der evangelischen Kirchen, die Auseinandersetzung mit den prägenden Persönlichkeiten der Reformation und deren Wirken in Kirche, Politik, Wissenschaft und Kunst - all das hat uns bereichert. Wir hoffen, dass daraus über das Jahr 2017 hinaus viele Neues, Wesentliches wachsen und Frucht bringen kann. Zu diesem Zweck haben wir nun auch ein digitales Archiv eingerichtet und laden Sie herzlich ein zum Nachlesen, Nachhören und Nachschauen.

Auch unter "mehr Information" finden Sie einige Texte und Videos aus dem Jubiläumsjahr.

mehr Information

"Freiheit und Verantwortung" - Gedanken von Bischof Michael Bünker zum Schwerpunkt für das Reformationsjahr

"Luther ist kein Heiliger" - Artikel von Bischof Michael Bünker in der Tageszeitung "Der Standard" am 23.10.2016

"Evangelisch in Tirol" - Festvortrag von Bischof Michael Bünker beim großen Reformationsfest "tirol.feiert.evangelisch" am 21.10.2017 in der Messe Innsbruck

Vorträge der Ring-Vorlesung "Reformation – Konfessionskulturen – Räume" im WS 2016/17 an der Universität Innsbruck zum Nachschauen:

31.10.2017 | Kinder-Reformationsfest

„Bei Gott zählt nicht meine Leistung, sondern ich als Person – Gott liebt uns!“

Beim Kinderreformationsfest haben wir mit Martin Luther entdeckt, dass uns gestellte Aufgaben Spaß machen können, aber unsere Leistung vor Gott nicht entscheidend ist. Schön war's, gemeinsam mit so vielen Kindern und MitarbeiterInnen am Reformation zu feiern!

Fotos: Werner Geißelbrecht

08.10.2017 | Kirchenlauf 2017

8.212,65 Euro! - Sensationelles Ergebnis beim Kirchenlauf ...

In gut bewährter Tradition liefen wir auch heuer wieder zum Erntedank­fest für einen guten Zweck, diesmal mit und für SchülerInnen der Johann Sebastian Bach Musikschule Innsbruck. Anschließend luden wir wie immer zum gemeinsamen Mittag­essen „Speisung der 5000“ ein, um uns zu erholen vom Laufen, Anfeuern und Sponsern, uns zu stärken und den Erfolg gemeinsam zu feiern.

Die JSBM als evangelische Privatschule mit Öffent­lichkeitsrecht kann jeden Euro gut brauchen, um weiterhin hoch­wer­­tigen und professionellen Musik­unterricht anbieten zu können und ihr Potential zu entfalten. So freuen wir uns über die rege Teilnahme und den großen Erfolg. Danke den ausdauernden LäuferInnen und den groß­zü­gigen SponsorInnen!

Fotos: Alexandra Menges und Sonja Thurner-Geißelbrecht

09.07.2017 | Familiengottesdienst mit Entpflichtung von Jutta Binder

Im Familiengottesdienst zum Sommerbeginn haben wir Jutta Binder als Kinder- und Jugendreferentin unserer Gemeinde entpflichtet.

Schon Ende 2015 hat sie eine neue Aufgabe in unserer Kirche übernommen, sie leitet jetzt EFEF Tirol, die neu eingerichtete Evangelische Fachstelle Ehrenamt für Flüchtlinge unserer Diözese.

Fast ein Jahrzehnt lang hat sie die Arbeit mit Kindern hier in der Christuskirche mit viel Liebe und Kompetenz begleitet - und in den letzten Jahren auch den Konfikurs und die Arbeit mit Jugendlichen.

Besonders dankbar sind wir, dass Jutta auch nach ihrem beruflichen Wechsel mit verringerter Stundenzahl weiterhin wichtige Aufgaben bei uns übernommen und dann auch ihre Nachfolgerin, Annemarie Goldbrich, noch eingeschult hat. So konnten wir die Arbeit gemeinsam schaffen und den Übergang gut gestalten.

Juttas Entpflichtung haben wir zum Anlass genommen, auch unser aller "Entpflichtungen" vor dem Sommer zu feiern. "Geh aus mein Herz und suche Freud" - mit diesem Lied sind wir in die Ferien gestartet und haben gemeinsam überlegt, worauf wir uns schon so richtig freuen ...

Fotos: Johannes Obermeier

25.05.2017 | „Reformations-Wallfahrt“ der Tiroler Ordensfrauen

Wenn das keine Sternstunde war: Die alljährliche Wallfahrt der Tiroler Ordensfrauen und Mitglieder der Säkularinstitute führte diesmal zu „den Proteschtanten“:

Anlässlich des Reformations-Jubiläums lud Generaloberin Schwester Pauline Thorer in die evangelische Christuskirche in Innsbruck ein. Etwa 80 Schwestern nahmen am 25. Mai an dieser Tiroler Regionalkonferenz unter dem Titel „Evangelische Kirche in Tirol – Einblicke und Begegnung“ teil.

Bernd Hof, der 25 Jahre Pfarrer an der Christuskirche war, führte zunächst in die Besonderheiten dieser vor zehn Jahren neu gestalteten Kirche ein. Es folgte ein kurzer Überblick über Anliegen und Geschichte der Reformation unter besonderer Berücksichtigung Tirols. Dann stellte Hof das derzeitige evangelische Leben in diesem Bundesland vor.

Prälat Dr. Hermann Steidl, Bischofsvikar für die Orden und spirituellen Bewegungen, hob in seinem Grußwort hervor, dass die Reformation in Tirol großen Anklang gefunden hatte und mit Gewalt ausgerottet worden ist. Umso wichtiger sei nun die ökumenische Zusammenarbeit.

Im anschließenden Gespräch wurden unter anderem Fragen des Abendmahlsverständnisses und des praktischen Zusammenlebens der Konfessionen erörtert. Bei der Schlussandacht wurde in den Fürbitten immer wieder der Wunsch nach mehr gemeinsamem Handeln für den Frieden und für die Benachteiligten laut.

Weil der Gemeindesaal bei der Christuskirche dafür zu klein war, fand das abschließende Gespräch bei Kaffee und Kuchen in den Räumen der katholischen Nachbargemeinde im Saggen statt.

Fotos: Gerhard Hof

18.02.2017 | Superintendentialversammlung Salzburg/Tirol

Am 18. März 2017 tagte die Superintendentialversammlung, unser evangelisches "Kirchenparlament" für Salzburg und Tirol, in der Christuskirche.

Am Podium sehen Sie auf den Bildern als Gast aus Wien Gerhild Hergesell, die Oberkirchenrätin für Kirchenentwicklung. Sie informierte uns unter anderem über die für Planungen zu den 2018 stattfindenden Wahlen in die Gemeindevertretung und die übergemeindlichen Gremien.

Fotos: Gerhard Hof

07.12.2016 | Gottesdienst zur Eröffnung der Synode

Von 7. bis 10. Dezember 2016 tagte die Synode, unser österreichisches evangelisches „Kirchparlament“, in Innsbruck.

Der Eröffnungsgottesdienst fand am 7. Dezember, um 17 Uhr, in der Christuskirche statt. Die Liturgie gestalteten Pfarrerin Assunta Kautzky (Auferstehungskirche) und Pfarrer Werner Geißelbrecht (Christuskirche), es predigte Superintendent Olivier Dantine, die musikalische Gestaltung übernahmen der Chor der Christuskirche unter der Leitung von Thorsten Weber und an der Orgel Diözesankantor Gordon Safari.

Fotos: Marco Uschmann (epd)

 

07.12.2016 | Stadt.Teil.Advent!

Zum zweiten Mal luden wir heuer gemeinsam mit der römisch-katholischen Nachbargemeinde und sozialen Einrichtungen im Saggen zum Stadt.Teil.Advent! ein.

Am Martin-Luther-Platz vor der Christuskirche waren wieder alle herzlich eingeladen, bei Punsch, Glühwein, Keksen, Kiachln und Live Musik ins Gespräch zu kommen und gemütliche vorweihnachtliche Stunden bei unserem Adventmarkt zu verbringen. Organisationen rund um den Martin-Luther-Platz stellten sich und ihre Produkte vor und gaben Einblicke in ihre Arbeit.

Fotos: Gerhard Hof

Tiroler Landespreis für JSBM Kinderchöre

Am 26.10.2016 fand die Preisverleihung am Landhausplatz auf der großen Bühne statt.

45 Kinder aus allen Chor-Kategorien und Altersstufen der Johann-Sebastian-Bach Musikschule Innsbruck - die Minis, die Kids 1 und Kids 2 und die Teens - machten dem Preis alle Ehre und ließen das beliebte Kinderchorlied: "Heute woll'n wir singen, dass uns die Ohren klingen" nach einer Melodie von Tielman Susato hören. Die Kinderchorleiterin und Direktorin der Musikschule, Bärbel Weber, hatte mit allen dieses Lied einstudiert.

Außerdem gab es eine gemeinsame Aufführung mit dem Erwachsenen-Chor aus dem Pitztal, der ebenfalls mit dem Tiroler Landespreis ausgezeichnet wurde. Über 80 Sängerinnen und Sänger haben zusammen gesungen: von Fischen, Fröschen und Wölfen gab es über einem Ostinato der Männerstimmen einen bunten Klangteppich der hohen Stimmen - für Ohren und Augen, nicht zuletzt wegen der bunten Kinderchor T-Shirts, mit den Kleinen und den Großen in Aktion -  ein tolles, klangvolles Bild!

Im Anschluss an den Bühnenauftritt waren beide Preisträger-Chöre in die Georgs-Kapelle geladen und konnten jeweils vier bis fünf Lieder zum Besten geben. Die Kapelle war überfüllt von lauter begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern. Trotz schlechtem Wetter haben sich Eltern, Großeltern und Freunde es sich nicht nehmen lassen, den Kinderchorkindern zu lauschen. Mit großem Beifall und jeweils einer Urkunde wurden sie belohnt.

Es war ein ereignisreicher und äußerst gelungener Chor-Tag für alle Beteiligten!

Bild: Bärbel Weber

Bärbel Weber

Leiterin der Johann-Sebastian-Bach Musikschule Innsbruck

Kontakt:

„Mit Kindern zu singen und zu musizieren bereitet mir selbst die größte Freude und dies mach' ich sehr gerne 'an in und rundum' die Christuskirche!“

28.04.2016 | 10 Jahre Chorleiter Thorsten Weber

Ein Festkonzert in der Christuskirche mit und für Chorleiter Thorsten Weber.

10 Jahre leitet er nun schon den Chor der Gemeinde - und der blüht und gedeiht. Das ist natürlich ein Grund zum Feiern - woran wir uns bei voller Kirche und bestern Laune erfreuen durften.

20.02.2016 | Theater: Ängste freunde

Rainer Schmidt, ehemaliger Feuilletonredakteur einer großen Wochenzeitung, betritt mit einem offen buddhismophoben Wahlkampf die politische Bühne. Seine Wählerinnen und Wähler eint nur eines: die Angst. Es sind Menschen, die nachschauen, ob der Herd eh abgedreht ist. Menschen, die sich im Dunkeln umdrehen, wenn es im Gebüsch raschelt. Menschen, die sich im Selbstgespräch siezen, weil sie sich nicht trauen, sich das Du anzubieten. Kurzum: Menschen, wie du und ich.

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Angst ist das Thema unserer Zeit, auf das Politik und Religionen sinnvolle Antworten finden sollten. Johannes Michael Modeß schlüpft in seinem ersten Theaterstück in verschiedenste Rollen, um in einem abendfüllenden Charakterpanorama Menschen zu zeigen, die sich von ihrer Angst leiten lassen. Er überlegt, woher Ängste kommen und wohin sie führen und fragt dabei als Evangelischer Theologe auch immer nach der Rolle der Religionen im Spiel mit der und gegen die Angst. Eingeladen waren alle, die keine Angst hatten, liebgewordene Freundschaften zu überdenken. Denn auch unsere Ängste sind längst ängste freunde geworden! Die Uraufführung des Stücks fand am 20. Februar 2016 im OEZ Christuskirche statt.

Virtuelle Kirchenführung

Herzliche Einladung zu einer virtuellen Führung durch die Christuskirche!

Wir haben diese anlässlich des Jubiläums "150 Jahre Protestantische Glaubensgenossenschaft Innsbruck" im Juni 2019 für Sie erstellt.

Sie können auf die Informationen zu den einzelnen Stationen direkt hier über unsere Webseite zugreifen - oder vor Ort über QR-Codes, die an den entsprechenden Stellen in der Christuskirche angebracht sind. Die Stationen sind durchnummeriert.

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Die virtuelle Kirchenführung haben für Sie erstellt: Werner Geißelbrecht, Bernd Hof, Oswald Keiler, Katharina Nemec, Ulrike Swoboda, Alicia Ysabel Waldstein-Wartenberg

Station 1: Die Evangelische Christuskirche in Innsbruck

Grüß Gott! Schön, dass Sie sich für unsere evangelische Christuskirche in Innsbruck hier am Martin-Luther-Platz interessieren.

Die Evangelische Christuskirche wurde in den Jahren 1905 und 1906 im damals neu erschlossenen Stadtteil Saggen erbaut und im Jahr 2006 zuletzt grundlegend umgebaut. Der Martin-Luther-Platz vor der Kirche wurde 2011 neu gestaltet.

Der Innenraum ist eher schlicht gehalten bis auf ein imposantes Kruzifix in der Mitte mit einem lebensgroßen Jesus darauf und den bunten Glasfenstern, die im Laufe der Jahre der Kirche gestiftet wurden. Die Orgel auf der Empore wurde von der Firma Steinmayr in Öttingen (Bayern) gebaut.

Wenn Sie in den Pfarrhof in der Richard-Wagner-Straße blicken, entdecken Sie über dem Eingang des Pfarrhauses ein Porträt von Martin Luther. Dabei handelt es sich um ein Fresko des Malers Nepo aus dem Jahr 1937.

Station 2: Das Offene Evangelische Zentrum (OEZ)

Im Jahr 2006 wurde die Kirche generalsaniert und zugleich zum "Offenen Evangelischen Zentrum" (OEZ) umgestaltet.

Die Apsis wurde eingeebnet, Altar und Kanzel abgetragen, es gibt keine Bankreihen mehr, sondern eine mobile Bestuhlung. Der Kirchenraum wurde technisch gut ausgestattet und mit einer Heiz-Lüftung versehen. So kann die gesamte Kirche auf unterschiedlichste Weise zu einem Veranstaltungsraum umfunktioniert werden. Das OEZ Innsbruck bietet ein buntes Programm: Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge, Kirchenkino ...

Der Abendmahlstisch und der Ambo wurden nach einem ausgeschriebenen Künstler-Wettbewerb vom Ehepaar Susanna und Bernhard Lutzenberger aus Bad Wörishofen gestaltet und 2014 in Gebrauch genommen.

Kirche und Kunst beinhalten beide den Gedanken der Schöpfung. Jedes Kunstwerk entsteht – oft mit Herzblut – aus dem Nichts. Es wird geschaffen aus dem Glauben, dass es über das rein Sichtbare hinaus noch etwas anderes gibt. (Landesbischof von Bayern und Ratsvorsitzender der EKD Heinrich Bedford-Strohm)

Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar. (Paul Klee)

Jeder Raum spricht zu einem, man muss sich auf ihn einlassen. Jeder, der sich die Zeit dazu nimmt, wird das erfahren. Die Stärken und Schwächen innerhalb eines Raumes werden spürbar. Darauf gilt es zu antworten. So gibt der Raum vor, in welche Richtung es gehen soll. (Künstlerehepaar Lutzenberger)

Station 3: Das Kreuz von Alexander Illitsch

Als Sie den Kirchenraum betreten haben, ist Ihr Blick wahrscheinlich sofort auf das lebensgroße Kruzifix im Altarraum gefallen. Das ist kein Zufall:

Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene, steht im Zentrum – nicht nur in diesem Kirchenraum, sondern im Zentrum des Glaubens der gesamten Christenheit.

Hier stehen Sie vor einem Werk des Wiener Bildhauers Alexander Illitsch; er lebte von 1860 bis 1943; bei der Einweihung der Kirche 1906 war dieses Kreuz der einzige künstlerische Schmuck in diesem Raum. Das Kreuz ist aus Lärchenholz, der Christus aus Linde gefertigt.

Der lebensgroße Körper ist sehr genau nachgebildet. Die Muskeln sind nicht erschlafft dargestellt, der Kopf leicht nach vorne geneigt, die Augen sind geschlossen, der Gesichtsausdruck eher der eines Schlafenden. Das alles kann man als einen Hinweis darauf verstehen, dass Christus schon am Kreuz den Tod besiegt hat — das Johannesevangelium verwendet dafür den doppeldeutigen Ausdruck „Erhöhung“. Am Karfreitag wird das Kreuz in der Mitte der Kirche aufgestellt. Auch an zwei weiteren Stellen kann es platziert werden. Können Sie erkennen wo?

Dieses Kreuz gilt als das beste Werk Alexander Illitschs. Über mehr als hundert Jahre sind nun die Augen der Kirchen- und Gottesdienstbesucher auf diesen Christus gerichtet. Hier steht jedem vor Augen, dass Gott auch im tiefsten Leid bei uns ist und dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Gott sei Dank!

Station 4: Die Baugeschichte der Christuskirche

Als erstes Quartier diente den Evangelischen in Innsbruck die aufgelassene "Normalschule", Kiebachgasse 10, in der Altstadt.

Im Jahresbericht der Gemeindevertretung von 1895 wird trotz vorher beklagter Finanzlage der Wunsch formuliert, „dass es in Zukunft möglich sein werde, anstatt des Gottesdienstes im Winkel einen Gottesdienst in einer stattlichen Kirche zu haben.“

Unter Pfarrer Arnold Wehrenfennig wurde dieses Projekt weiter verfolgt, Entwürfe für die Christuskirche liefern dann 1903 die Architekten und Luntz-Schüler Klemens Kattner und Gustav Knell aus Wien. Die notwendigen Spenden kamen u.a. von den Gustav-Adolf-Vereinen in Stralsund, Oberösterreich, Stockholm, Leipzig und Berlin. Auch Einzelspender waren darunter, z.B. ein Fabrikant aus Vorarlberg, einer aus Kufstein und einer aus Basel. Honoratioren, Gemeindeglieder und Abiturienten, Frauenvereine und Schulen sammelten fleißig für den Neubau. In Hotels wurden Opferbüchsen aufgestellt.

Die Christuskirche wurde schließlich in den Jahren 1905 und 1906 fertiggestellt. Der Innenraum ist schlicht gehalten. Eine Ausnahme bilden die prächtigen farbigen Glasfenster aus der Erbauungszeit der Kirche, im Jugendstil gehalten, gestaltet von den Glasmalereiateliers F. X. Zettler in München und der Tiroler Glasmalerei in Innsbruck.

Station 5: Die Glasmalerei in der Christuskirche

Schön, dass Sie sich für die Buntglasfenster in unserer Kirche interessieren.

Die Fenster im Hauptschiff zeigen Szenen aus der Bibel und der Geschichte des Protestantismus. Die frühesten Glasbilder sind im nördlichen Querhaus mit den Porträts der Reformatoren Zwingli, Luther und Melanchton ausgestaltet, die 1907 in der königlichen Bayerischen Hofglasmalerei von F.X. Zettler entstanden. Diese war eine der bekanntesten Münchner Werkstätten. 1870 von Franz Xaver Zettler gegründet, erwarb sie sich rasch durch geschickte Werbung und Teilnahme bei internationalen Wettbewerben und Ausstellungen hohes internationales Ansehen, was u.a. 1873 zur Erlaubnis der Führung des Hoftitels führte. Zettler bemühte sich vor allem um das Exportgeschäft und unterhielt Vertretungen in England und Amerika. Die Werkstatt bestand bis 1939 und fusionierte dann mit der Mayer‘schen Hofkunstanstalt. Das zugehörige Archiv ging größtenteils im 2. Weltkrieg verloren.

Die Glasmalereien der nordseitigen Taufkapelle entstanden 1910/11 in der Tiroler Glasmalereianstalt in Innsbruck. Diese Werkstatt gründeten der Unternehmer Albert Neuhauser, der Architekt Josef Vonstadl und der Historienmaler Georg Mader gemeinsam 1861. In der zweiten Jahrhunderthälfte etablierte sie sich neben Carl Geyling in Wien als zweite große österreichische Werkstatt mit internationaler Bedeutung. Ein großer Teil ihrer Aufträge kam aus Tirol, den Kronländern und Deutschland, darunter prestigeträchtige Projekte wie der Stephansdom, die Votivkirche oder der Linzer Dom. Eine Vielzahl von Entwürfen stammte von hauseigenen Künstlern. Daneben wurde auch mit freischaffenden, meist Tiroler Künstlern zusammengearbeitet. Die Anstalt produzierte eigenes Kathedralglas und Antikglas sowie Mosaike. Sie exportierte ihre Produkte weltweit, vor allem in die Vereinigten Staaten, wo sie auch eine Filiale in New York betrieb. Der Erste Weltkrieg brachte den ersten großen Rückgang der Firma. Doch trotz widriger Umstände besteht sie bis heute. In ihrem Archiv haben sich glücklicherweise Skizzen und Kartons zu den meisten Fenstern der Christuskirche erhalten.

Station 6: Die Buntglasfenster in der Taufkapelle

Die Glasmalereien in der Taufkapelle entstanden 1910/11 vor Ort in Innsbruck.

Im Bestellbuch der Tiroler Glasmalereianstalt in Innsbruck finden sich laut Auskunft des Archivars Gernot Fussenegger im Bestellbuch von 1912 Hinweise auf die Entstehungsgeschichte der Fenster in der Christuskirche:

Pfarrer Wehrenfennig besuchte im September 1910 die Innsbrucker Anstalt, besprach die Themen der Fenster in der Taufkapelle und bat um einen Kostenvoranschlag sowie Skizzen. Es handelte sich dabei um die Motive „Taufe Christi“, „Christus im Haus des Nikodemus“ und „Christus als Kinderfreund“. Konrad Mignon zeichnete dazu die Entwürfe. Im März 1911 erfolgte die endgültige Bestellung zum Preis von insgesamt 1.200 Kronen und bis Juni die Fertigstellung zur Zufriedenheit des Pfarrers. Der "Barmherzige Samariter“ von Bernhard Rice, einem in München ausgebildeten schottischen Maler, wurde jedoch erst 1917 in der Taufkapelle ausgeführt.

Station 7: Die Buntglasfenster im Kirchenschiff

Die Fenster der drei Reformatoren stammen aus München, die weiteren aus der Tiroler Glasmalereianstalt in Innsbruck.

Laut Bestellbuch hatten die von der Münchner Firma Zettler angefertigten Fenster nicht den Vorstellungen von Pfarrer Wehrenfennig entsprochen. Nach der erfolgreichen Herstellung der ersten drei Fenster in der Taufkapelle in Innsbruck folgten daher weitere Aufträge für das Kirchenschiff mit figuralen Fenstern zu je 700 Kronen und ornamentalen zu je 70 Kronen. 1912 entwarf die Innsbrucker Werkstatt das Auferstehungs-Fenster und die „Geburt Christi“ und danach drei weitere Fenster mit Paulus, Petrus und Johannes, die bis Herbst 1912 bzw. über den Winter fertiggestellt werden sollten.

Zu Beginn des Jahres 1913 folgten die Fenster mit Ereignissen aus der Geschichte des Protestantismus, wie dem „Zillertaler Auszug“, der die Vertreibung der Protestanten aus dem Zillertal 1837 darstellt, Johann Sebastian Bach beim Orgelspielen, Paul Gerhard oder "Gustav Adolf im Gebet vor der letzten Schlacht bei Lützen", einer für die Schweden siegreichen Schlacht im Jahr 1632, in welcher der Schwedenkönig fiel.

1914 entstand noch das Fenster mit dem Verlorenen Sohn. Die Skizzen zu diesen Fenstern stammen alle von Bernhard Rice, der die künstlerische Leitung bis 1917 innehatte. Die Kartons dazu schuf Konrad Mignon.

Die Buntglasfenster der Christuskirche sind wichtige Zeugnisse einer vergangenen Epoche. Gleichzeitig wollen sie auch heute den Betrachter zum Nachdenken anregen. An den Stationen 8-13 wollen wir uns darum einige dieser Fenster genauer ansehen. Bitte gehen Sie durch die Kirche und lassen Sie den Raum auf sich wirken.

Station 8: Die Vertreibung aus dem Zillertal (Fenster)

„Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“, steht unter dem Fenster und „Um Glaube und Heimat.“

Sie sehen eine Bauernfamilie auf Wanderschaft, im Hintergrund hohe Berge. Links fällt auf, wie ein Mann ein dickes Buch vor sich hält.

Dieses Bild erinnert daran, dass im Jahr 1837 viele Männer, Frauen und Kinder ihre Heimat, das Zillertal, verlassen mussten, weil sie evangelisch sein wollten – 437 Menschen waren das. Auf Einladung des Preußischen Königs gründeten die meisten von ihnen die Siedlung „Zillerthal“ in der Gemeinde Erdmannsdorf im Riesengebirge, im heutigen Polen. Ihre Nachkommen wurden nach dem 2. Weltkrieg erneut vertrieben.

Dieses Fenster zeigt, wie noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts sich die kleine evangelische Gemeinde von der katholischen Mehrheit bedroht gefühlt hat. Das gilt auch für das Fenster gegenüber – bitte wenden Sie sich nach Norden.

Station 9: Der Schwedenkönig Gustav Adolf (Fenster)

Das Fenster „Gustav Adolf im Gebet vor der Schlacht bei Lützen“ erinnert an den Schwedenkönig Gustav II. Adolf.

Dadurch, dass er mit seinem Heer in den Dreißigjährigen Krieg eingriff, hat er verhindert, dass der Protestantismus durch die katholischen Mächte militärisch vernichtet wurde. In der Schlacht bei Lützen 1632 verlor er sein Leben; er wurde als Retter des Protestantismus verehrt. So trägt die deutsche evangelische Hilfsorganisation „Gustav-Adolf-Werk“ seinen Namen; sie hat wesentlich zum Bau der Christuskirche beigetragen.

Übrigens waren alle Glasfenster früher von außen durch Drahtgitter geschützt, damit sie nicht durch Steinwürfe beschädigt werden konnten.

Bitte gehen Sie jetzt ins Zentrum der Kirche und wenden Sie sich nach links zum nördlichen Seitenschiff.

Station 10: Die Auferstehung Jesu (Fenster)

Das große Fenster im nördlichen Seitenschiff ist eine der ganz wenigen Darstellungen der Auferstehung Jesu Christi im sogenannten Jugendstil.

Um 1900 war diese Stilrichtung in Kunst und Architektur in Mitteleuropa weit verbreitet. Hier sind die Zypressen mit goldenen Kugeln und die symmetrischen Grasbüschel mit Perlen dafür typisch, während die opulente Kleidung der Soldaten eher dem Historismus zuzuordnen ist.

Der Blick des Auferstandenen ist – wie auf vielen Ikonen – in die Ferne gerichtet. Christus schreitet eine steinerne Stiege hinab und scheint aus dem Bild heraus auf den Betrachter zuzugehen. Das Bibelwort „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ (Johannes 14,19) unterstreicht die Verbindung zwischen dem Auferstandenen und seiner Gemeinde.

Station 11: Die drei Reformatoren (Fenster)

Unter dem Auferstehungsfenster sind drei Reformatoren abgebildet.

Auf dem Fenster in der Mitte sehen Sie Martin Luther. Er hat ab 1517 als Mönch von der sächsischen Kleinstadt Wittenberg aus mit seinen Schriften versucht, die katholische Kirche zu erneuern. Auf ihn beruft sich die weltweite Lutherische Kirche (in Österreich: Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses = evangelisch A.B.)

Rechts ist Philipp Melanchthon dargestellt, der Freund und Mitstreiter Luthers. Er hat das Bildungswesen reformiert und die Lutherischen Bekenntnisschriften verfasst.

Auf dem linken Fenster sehen Sie Huldrych (Ulrich) Zwingli, den Reformator Zürichs. Auf ihn und auf Johannes Calvin geht die „nach Gottes Wort reformierte Kirche“ zurück (in Österreich: Evangelische Kirche Helvetischen Bekenntnisses = evangelisch H.B.). Dass er hier abgebildet ist, zeigt, dass die Innsbrucker Evangelische Gemeinde von Anfang an neben Lutheranern auch reformierte Mitglieder hatte.

Übrigens waren diese drei Bilder ursprünglich in den kleinen Fensteröffnungen oben im Altarraum. Den damaligen Pfarrer Wolfgang Liebenwein störte, dass von dort Luther auf den Gekreuzigten herunterschaute. So wurden die drei Reformatoren im Rahmen der Renovierung 1953 an die jetzige Stelle gebracht und durch drei neue Fenster ersetzt, die Liebenwein selbst entworfen hatte: In der Mitte sind die beiden evangelischen Sakramente Taufe (Wasser) und Abendmahls (Hostie und Kelch) symbolisiert, jeweils an den Seiten stehen die Buchstaben Alpha und Omega – der erste und der letzte Buchstaben des griechischen Alphabets als Zeichen dafür, dass alles von Gott kommt und auf ihn hinausläuft.

Station 12: Die Prinzipalia von Lutzenberger

Das Künstlerehepaar Susanna und Bernhard Lutzenberger hat im Jahr 2014 die Prinzipalia (lat.: Hauptgegenstände) und die Vasa Sacra (lat.: Heilige Gefäße) gestaltet.

Mit ihrem Projekt konnten sie die Jury des ausgeschriebenen Künstlerwettbewerbs überzeugen. Seit dem Reformationstag am 31. Oktober 2014 hat die Gemeinde die neuen Prinzipalia in Gebrauch. Zu ihnen zählen der Abendmahlstisch, das Redepult und das Taufbecken. Auch ein Osterkerzenständer wurde als Unikat für die Christuskirche hergestellt. Als Vasa Sacra bezeichnet man das Abendmahlsgeschirr. Als sichtbares Material wurde immer Nussbaum und Kupfer verwendet, das symbolisch für die Verbindung von Irdischem und Himmlischen stehen soll. Das geschichtete Plexiglas des Kerzenständers ist ein bewusster Bruch dazu, der einen Spannungsbogen aufbaut. Plexiglas fängt das Licht und strahlt. Das Künstlerehepaar hat seine Werkstatt in Bad Wörishofen, in Deutschland.

Station 13: Die Taufstelle

In der evangelischen Tradition gibt es zwei Sakramente: Das Abendmahl und die Taufe. Das sichtbare Zeichen der Taufe ist das Wasser.

Für die Taufe eines Kindes oder eines Erwachsenen wird gewöhnliches Wasser in die Taufschale gegossen. Die Taufe wird im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes vollzogen, feiert die uns geschenkte Zugehörigkeit zu Gott und erinnert an das Erlöstsein des Menschen.

Die Taufschale besteht aus demselben Kupfermaterial wie die Oberfläche des Altartisches, auf der sie abgestellt wird, und wie die Abendmahlsschalen mit den Hostien darin. Die Taufschale ist nicht immer im Gottesdienst zu sehen, sondern wird gemeinsam mit dem Abendmahlsgeschirr in einem Nebenraum aufbewahrt und nur bei Bedarf in den Kirchenraum gestellt.

Die Taufe ist das große Symbol der Freiheit des Glaubens der Evangelischen.

Station 14: Der Abendmahlstisch (Mensa)

Mit den Vasa Sacra, dem Abendmahlsgeschirr, wird an diesem Tisch das Abendmahl mit der gesamten Gemeinde gefeiert.

In Anlehnung an den Tisch des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern feierte, wird die Bezeichnung „Tisch des Herrn“ verwendet, lateinisch Mensa Domini. Der Abendmahlstisch ist in evangelisch-lutherischen Gottesdiensten auch der Ort, an dem in der Regel die Gebete gesprochen werden, die Psalmen, das Kyrie und Gloria, der Dank und manchmal auch die Fürbitten. Von hier aus begrüßt die Pfarrerin oder der Pfarrer die Gemeinde und spricht den Schlusssegen.

Zum Abendmahl stellt sich die gesamte feiernde Gemeinde um den Tisch in einem großen Kreis auf, bei vielen GottesdienstbesucherInnen sogar durch den gesamten Kirchenraum entlang der Kirchenwände. In Schalen werden glutenfreie Hostien gereicht, in Kelchen alkoholfreier Traubensaft weitergegeben. Alle, die ihre Verbindung mit Jesus feiern und vertiefen wollen, sollen teilnehmen können - unabhängig von Alter, Konfession oder Unverträglichkeiten. Beim Weiterreichen spricht man zum Nächsten die Sätze: „Das Brot des Lebens für dich“ und „Der Kelch des Heils für dich“.

Das Abendmahlsgeschirr besteht aus durchsichtigen Kelchen und Krügen - in zwei Sets hergestellt einmal aus rötlichem, einmal aus grünlichem Glas - und aus Kupferschalen. Die Schalen und Kelche werden außerhalb der Gottesdienste in einem Nebenraum aufbewahrt. Die vier Teile des Abendmahlstisches können variabel genutzt, verschoben und umgestellt werden – je nach Anlass. Das Material des Abendmahlstisches ist Nussbaum, überzogen mit Kupfer. Ein Teil der vier Abendmahlstischteile trägt Psalm 36,10 („Bei dir ist die Quelle des Lebens“) als Aufschrift. Können Sie diese Aufschrift finden? Dieser Altarteil wird bei einer Taufe gekippt und als Tisch für die Taufschale verwendet.

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Im Vorfeld der großen Renovierung und Umgestaltung der Christuskirche 2005/2006 haben sich viele Menschen Gedanken gemacht, auch bereits über die Gestaltung der Prinzipalia. Damals schon wurde festgehalten:

Mit Leben und Sterben, Kreuz und Auferstehung Jesu war für die ersten Christen die Zeit der Opfer vorbei und damit auch die Zeit der Altäre. Die ersten Christen kamen zusammen in ihren Häusern am ersten Tag der Woche, an dem sie wöchentlich den Tag der Auferstehung Jesu feierten. Sie hatten keine Altäre und brauchten sie auch nicht mehr, weil sie begriffen haben, dass Jesus das letzte Opfer ein für allemal war. Was sie brauchten war ein Tisch, an dem sie das Mahl miteinander feierten, zu dem Jesus seine Jüngerinnen und Jünger eingeladen hatte. Er hatte ihnen auch aufgetragen, dieses Mal immer wieder zu feiern, um sich damit an ihn zu erinnern, seine bleibende Gegenwart in diesem Mahl zu feiern. Paulus spricht vom Tisch des Herrn im Korintherbrief. Diesem Tisch entspricht der lateinische Begriff mensa domini, verkürzt nur noch Mensa genannt: der Tisch, an dem das Abendmahl gegessen und getrunken wird. 

Bis ins 4. Jahrhundert hinein war es in Rom üblich, diesen mobilen Tisch erst vor dem Gottesdienst bzw. zu Beginn der eigentlichen Mahlfeier von den Diakonen hereintragen und aufstellen zu lassen. Der Tisch wurde dann an einem besonderen Ort, in Basiliken am Vorderrand der Apsis oder auch mitten im Kirchenschiff aufgestellt. D.h. dass die Mensa, der mobile Abendmahlstisch etwas ursprünglich Urchristliches ist und wir auch nicht mehr von Altar sprechen sollten, sondern von der Mensa bzw. dem Tisch des Herrn. Steinerne Altäre kamen dann erst in den späteren Jahrhunderten wieder in Mode, wo Reliquien einen festen Platz haben sollten.

Station 15: Das Redepult (Ambo)

Das Redepult, auch Ambo genannt, ist der Ort für die Lesungen aus der Bibel und der Ort für die Predigt.

Früher befand sich eine erhöhte Kanzel in der Christuskirche, wodurch die Stimme des Pfarrers besser zu hören sein sollte. Heute ist es wichtiger, dass Pfarrerinnen bzw. Pfarrer den Mitfeiernden im Gottesdienst auf Augenhöhe begegnen. Die gesamte Christuskirche ist zudem heute mit akustischer Verstärkung ausgestattet, sodass alle im Raum gut verstehen können, was vorne gesprochen wird.

Die Bibellesungen und die Predigt haben einen hohen Stellenwert im evangelischen Gottesdienst. Der gesonderte Ort des Redepults bringt die Bedeutung des Hörens auf das Wort Gottes zum Ausdruck.

Im Kirchenraum ist ürigens auch eine induktive Höranlage installiert. Wenn Sie über ein Hörgerät mit Telefonspule (kurz: „T-Spule“) verfügen, schalten Sie es bitte auf "T", um dieses Angebot zu nutzen.

Station 16: Die Osterkerze

Der Ständer aus geschichtetem Plexiglas fängt das Licht der Umgebung ein und trägt die Osterkerze.

Im Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 12, sagt Jesus:

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Die sogenannte Osterkerze wird jedes Jahr in der Osternacht neu gestaltet und noch im Dunkeln der Nacht in die Kirche getragen. Deshalb trägt die Osterkerze eine Jahreszahl, die mit dem Ostermorgen jedes Jahr wechselt.

Die Kerze erinnert an die Auferstehung Jesu und an den lebendigen Gott, der den Tod besiegt hat. Sie brennt bei jedem Gottesdienst, jeder Tauffeier, jeder Hochzeit und jeder Begräbnisandacht in der Christuskirche.

Station 17: Die Steinmayr-Orgel

Unsere Orgel wurde 1906 gebaut und begleitet die Gemeinde seit dem ersten Gottesdienst in der Christuskirche.

Sie hat 13 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Seit ihrer Erbauung ist sie so gut wie unverändert geblieben, gibt also ein originales Zeugnis der Orgelbaukunst des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Am 12. Dezember 2012 wurde sie im Rahmen der Reihe "Orgel des Monats" von Michel König vorgestellt. Sehen und hören Sie selbst ...