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Die Gemeinde im Überblick

Namensgebend für die gesamte Gemeinde ist die 1906 erbaute Christuskirche im schönen Innsbrucker Stadtteil Saggen.

Sie dient seit der gelungenen Umgestaltung ihres Innenraums 2006 und der Errichtung eines barrierefreien Zugangs vom Martin-Luther-Platz her auch als Offenes Evangelisches Zentrum (OEZ). Neben den Gottesdiensten finden hier auch Gemeinschafts- und Bildungsveranstaltungen, Konzerte, Theater- und Filmvorführungen im besonderen Rahmen statt.

Auch an weiteren Orten im Gemeindegebiet leben und feiern wir unseren Glauben - regelmäßige Gottesdienste und Treffpunkte gibt es im Gemeindezentrum Technikerstraße in Innsbruck und in der Kreuzkirche in Völs, sowie in Birgitz, Telfs und Seefeld.

Die Evangelische Pfarrgemeinde A.u.H.B.* Innsbruck-Christuskirche ...

Näheres entnehmen Sie bitte unserem Informationsblatt "Evangelisch in Innsbruck und Umgebung".

Informationen zu unserer Evangelischen Nachbargemeinde Innsbruck-Auferstehungskirche finden sie hier.

* A.u.H.B. = Augsburger und Helvetisches Bekenntnis = Lutherisch und Reformiert

Team

Menschen machen die Gemeinde bunt und lebendig.

Über 150 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen sich in unserer Gemeinde ein.

Dazu gibt es ein Team von Hauptamtlichen mit folgenden Aufgabenschwerpunkten:

Bild: Werner Geißelbrecht

Werner Geißelbrecht

Pfarrer (50 %) - Christuskirche Saggen, Birgitz

Kontakt:

„Leben, teilen und feiern wir unseren Glauben, lassen wir uns auf Gott ein und auf die Menschen, sind wir miteinander Gemeinde Jesu. Das wünsche ich mir für die Christuskirche.“
Bild: Ulrike Swoboda

Ulrike Swoboda

Pfarrerin (50 %) - Christuskirche Saggen, Birgitz

Kontakt:

„Das Leben ist nicht ein Sein, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung. Wir sind’s noch nicht, wir werden’s aber. Es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg. (Nach Martin Luther)“
Bild: Bernhard Groß

Bernhard Groß

Pfarrer - GZ Technikerstraße, Völs, Telfs, Seefeld

Kontakt:

„Grund und Mitte, Motivation und Verheißung unseres Gemeinde-lebens ist die Frohe Botschaft von Jesus Christus. Diese bezeugen und verkündigen wir in Wort und Tat 'frisch, fromm, fröhlich und frei'.“
Bild: Silke Dantine

Silke Dantine

Pfarrerin (30 %) - Schwerpunkt Diakonie

Kontakt:

„Gemeinde ist lebendig, wenn es normal ist, anders sein zu dürfen. Denn bei Gott ist jede/r so angenommen, wie er/sie ist. Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“
Bild: Klaus Niederwimmer

Klaus Niederwimmer

Pfarrer - Kliniken und Gefängnis

Kontakt:

„Ich wünsche mir, dass dies manchmal gelingen kann: Menschen in schwierigen Zeiten – ob im Krankenhaus oder im Gefängnis – zu begleiten und sie so etwas von Gottes Nähe spüren zu lassen.“
Bild: Hannah Hofmeister

Hannah Hofmeister

Pfarrerin (Auferstehungskirche) - Altersheime

Kontakt:

„Wenn wir mal selbst nichts mehr tragen können, ist es gut zu wissen, dass Gott uns trägt. Das hat er versprochen! 'Auch bis in euer Alter bin ich derselbe und will euch tragen, bis ihr grau werdet.' (Jes. 46,4).“
Bild: Annemarie Goldbrich

Annemarie Goldbrich

Kinder- und Jugendreferentin

Kontakt:

„Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. (Ps 1,3)“
Bild: Christof Nemec

Christof Nemec

Pfarrkanzlei

Kontakt:

„"Wer sich zu wichtig für kleine Arbeiten hält, ist oft zu klein für wichtige Aufgaben." Nach diesem Motto versuche Ich jede Aufgabe gewissenhaft zu erledigen und den Menschen zu helfen.“
Bild: Astrid Zehenter

Astrid Zehenter

Kirchenbeitragsstelle

Kontakt:

„Alle eure Sorgen werfet auf ihn, denn er sorgt für euch“ (1. Petr. 5,7) Das Gebet ist mir eine Hilfe für den Alltag. Ich möchte selbst stets ein offenes Ohr für die Anliegen aller Anrufenden haben.“
Bild: Katharina Nemec

Katharina Nemec

OEZ Veranstaltungen

Kontakt:

„Das OEZ Christuskirche als Treffpunkt für Kultur und Bildung im besonderen Rahmen: Offen Evangelisch und weit über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus. Das liegt mir besonders am Herzen!“

Lektorinnen und Lektoren

In der Evangelischen Kirche können ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Pfarrgemeinde auch Gottesdienste leiten.

Dazu bedarf es einer speziellen theologischen und praktischen Ausbildung und der Berufung durch das Presbyterium als LektorIn.

Die Chancen dieses besonderen kirchlichen Amtes liegen in der Lebens-, Berufs- und Glaubenserfahrung, die die Ehrenamtlichen in ihre Verkündigung einbringen und in der Erweiterung der Möglichkeiten der Gemeinde, Gottesdienste an verschiedenen Orten zu feiern.

In unserer Gemeinde sind derzeit folgende LektorInnen tätig:

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Wie werde ich LektorIn?

Die Vorbereitung und Fortbildung der LektorInnen auf ihren Dienst obliegt dem/der zuständigen PfarrerIn - in unserer Gemeinde Bernhard Groß.

Die Evangelische Kirche in Österreich bietet für das LektorInnenamt zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an zu Themen wie Bibelkunde, Predigtlehre, Sakramentsverwaltung, Rhetorik, etc.

Standorte

Das historische und organisatorische Zentrum unserer Gemeinde sind die Christuskirche und das Pfarrhaus im Innsbrucker Stadtteil Saggen.

Daneben gibt es noch weitere Gottesdienst- und Versammlungsorte im Westen Innsbrucks (Gemeindezentrum Technikerstraße), in Völs (Kreuzkirche Friedenssiedlung), Seefeld, Telfs und Birgitz.

Die Christuskirche ist ca. 1,5 km vom Stadtzentrum entfernt. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem eigenen Fahrzeug gut erreichbar. Der Zugang ist barrierefrei, eine induktive Höranlage, sowie ein rollstuhlgerechtes WC sind vorhanden.

Und so finden Sie zu uns.

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Eigene Räumlichkeiten der Gemeinde:

  • Christuskirche, 6020 Innsbruck, Martin-Luther-Platz
  • Gemeindezentrum, 6020 Innsbruck, Technikerstraße 50
  • Kreuzkirche, 6176 Völs, Friedensstraße 1

Orte, an denen wir regelmäßig zu Gast sein dürfen:

  • St. Georgskapelle, 6410 Telfs, Georgenweg 63
  • Seekirchl, 6100 Seefeld, Möserer Straße (im Sommer)
  • Kapitelsaal der Pfarrkirche, 6100 Seefeld, Dorfplatz (im Winter)
  • Pfarrkirche, 6092 Birgitz, Dorfstraße

Struktur und Arbeitsweise

Evangelische Pfarrgemeinden haben viele wichtige Aufgaben eigenverantwortlich zu erfüllen.

Der Gemeindevertretung und dem Presbyterium kommen dabei als demokratisch gewählten, entscheidungsbefugten Leitungsgremien besondere Verantwortung zu.

Die aus ihrem Kreis gewählte Kuratorin (Maria Kalcsics) führt den Vorsitz und vertritt die Gemeinde gemeinsam mit den amtsführenden Pfarrern (Werner Geißelbrecht und Bernhard Groß) nach innen und außen in allen Angelegenheiten, die nicht dem Presbyterium vorbehalten sind.

Pfarrkanzlei (Christof Nemec) und Kirchenbeitragsstelle (Astrid Zehenter) kümmern sich um organisatorische und administrative Belange und stehen Ihnen für Auskünfte gerne zur Verfügung.

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Die Gemeindevertretung befasst sich mit allen Themen, die für die Gemeindeentwicklung von grundlegender und/oder weitreichender Bedeutung sind.

Beispielsweise bedürfen personelle Angelegenheiten (betreffend Pfarrstellen oder Schaffung von Dienstposten für Angestellte der Pfarrgemeinde), die Durchführung von Bauvorhaben, die Budgeterstellung und der Rechnungsabschluss der Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung.

Im Zuge der Diskussion über den von den PfarrerInnen und LeiterInnen von Arbeitsbereichen erstellten Jahresbericht nimmt die Gemeindevertretung auch Einfluss auf die inhaltliche Orientierung der Pfarrgemeinde.

Die Gemeindevertretung wird alle sechs Jahre von den Mitgliedern der Pfarrgemeinde gewählt (zuletzt am 15. April 2018). Neben den 36 gewählten Mitgliedern gehören ihr auch die PfarrerInnen der Gemeinde an.

Mitglieder der Gemeindevertretung vom 1. Juli 2018 bis 31. Dezember 2023.

  • (Alexandra Gassner hat ihr Amt als Gemeindevertreterin aus persönlichen Gründen per 18. Jänner 2020 zurückgelegt.)
  • (Markus Sejkora ist durch Wegzug per 14. April 2020 aus der Gemeindevertretung ausgeschieden.)

Informationen zur Wahl aus unserer Gemeindezeitung "Die Brücke", Ausgabe Advent 2017.

Sitzungen der Gemeindevertretung finden 2 – 3mal jährlich unter dem Vorsitz der Kuratorin statt. Sie sind öffentlich. Auch Gäste sind daher stets herzlich willkommen, haben allerdings kein Stimmrecht.

Das Presbyterium nimmt wesentliche Leitungsaufgaben eigenverantwortlich wahr.

Gemeinsam mit den PfarrerInnen ist es für die geistliche Leitung der Pfarrgemeinde verantwortlich. Dazu gehört auch

  • die Festsetzung von Zeit und Ort der Gottesdienste;
  • die Einrichtung von Kinder- und Jugendgottesdiensten und die Förderung der außerschulischen Jugendarbeit;
  • die Verantwortung für die diakonische Arbeit in der Pfarrgemeinde;
  • die ökumenische Zusammenarbeit;
  • und die Mitwirkung bei der Bestellung geistlicher Amtsträger oder Amtsträgerinnen.

Ebenso sorgt das Presbyterium verantwortlich für die Vertretung der Pfarrgemeinde. Das umfasst u.a.:

  • die Vorbereitung und Durchführung der Gemeindevertretungswahlen;
  • die Einberufung der Gemeindevertretung und die Ausführung ihrer Beschlüsse;
  • die Erstattung von Vorschlägen über allgemeine kirchliche Angelegenheiten an kirchliche Stellen.

Weiters ist das Presbyterium verantwortlich für die Verwaltung aller Angelegenheiten in der Pfarrgemeinde, soweit sie nicht dem amtsführenden Pfarrer übertragen oder der Gemeindevertretung vorbehalten sind, ferner für den Vollzug der Anordnungen der übergeordneten Stellen und für die rechtliche Vertretung der Pfarrgemeinde. Dieser große Aufgabenblock beinhaltet insbesondere

  • die Personalangelegenheiten;
  • das Finanzwesen;
  • die Vermögensverwaltung (Kirchen und Pfarrhaus);
  • sowie die Organisationsentwicklung und die Berichtslegung;
  • und schließlich die Entscheidung über die Durchführung von Veranstaltungen.

Das Presbyterium wird ebenfalls alle sechs Jahre gewählt, und zwar von der Gemeindevertretung in der ersten Sitzung einer neuen Funktionsperiode (zuletzt am 24. Mari 2018).

Gewählte Mitglieder sind derzeit und noch bis 31. Dezember 2023:

  • Anne BINDER
  • Barbara ENTSTRASSER (Schatzmeisterin)
  • Dieter HAFERL (nachgewählt am 29.6.2020)
  • Gerhard HOF (Schriftführer)
  • Maria KALCSICS (Kuratorin)
  • Dagmar KLEINE
  • Dietmar MENGES (nachgewählt am 7.11.2019)
  • Ulrike RICCABONA
  • Thorsten WEBER
  • Inge WERNER

Weiters gehören auch die PfarrerInnen der Gemeinde (Silke DANTINE, Werner GEIßELBRECHT, Bernhard GROSS, Klaus NIEDERWIMMER, Ulrike SWOBODA) dem Presbyterium an.

Sitzungen des Presbyteriums finden durchschnittlich einmal pro Monat statt. Zu Jahresbeginn findet außerdem eine ganztätige Klausur statt, um über grundlegende Fragen ohne Zeitdruck beraten zu können.

Bild: Maria Kalcsics

Maria Kalcsics

Presbyterin, Vorsitzende, Kuratorin

Kontakt:

„Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen (Lk 6,1). Lassen wir die Bedürfnisse dieser Welt an uns heran, uns berühren - und packen wir an, um am Ende alle gemeinsam lachen zu können.“

Leitbild und Gemeindeentwicklung

Die Aufgaben und die Arbeit einer Pfarrgemeinde sind vielgestaltig und komplex.

Um in der Fülle der Tagesgeschäfte nicht den Blick für das Wesentliche zu verlieren, sondern möglichst gezielt und effizient arbeiten zu können, liegt unserer Arbeit ein Gemeindeentwicklungskonzept zugrunde. Dieses wurde in einem offenen, basisorientierten Prozess gemeinsam entwickelt und wird regelmäßig evaluiert und weitergeschrieben.

Das darin enthaltende Leitbild von 2011 wurde in den Jahren 2019/20 inhaltlich überarbeitet. Am 29. Juni 2020 beschloss die Gemeindevertretung diese Neufassung: Leitbild der Christuskirche.

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Erstmals wurde im Herbst 1998 ein Gemeindeentwicklungskonzept für die Christuskirche beschlossen. Anlässlich der erstmaligen Verleihung des Zukunftspreises der Diözese Salzburg-Tirol am 8. Dezember 2000 wurde es mit der Zuerkennung des 2. Preises gewürdigt und wird seither konsequent umgesetzt.

Im Jahr 2002 erfolgte eine erste Evaluierung und Fortschreibung des Konzeptes.

2010/11 erstellte das Presybterium unter breiter Beteiligung ein erneuertes "Gemeindeentwicklungskonzept 2011". Dieses wurde der Gemeindevertretung am 1. April 2011 zum Beschluss vorgelegt. Schauen Sie hinein und sagen oder schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu.

Blick in die Geschichte

Schon zu Beginn der Reformation, um das Jahr 1520, kommen reformatorische Gedanken und Schriften nach Tirol.

Heftiger Widerstand der katholischen Obrigkeit lässt evangelisches Leben aber bald nur noch im Geheimen zu. Erst 1869 konstituiert sich die „Protestantische Glaubensgenossenschaft in Innsbruck“ als provisorische Filiale von Salzburg, 1876 wird die Gemeinde selbständig. Ihre Existenz bleibt aber umstritten.

Als erstes Gemeindezentrum dient eine aufgelassene Schule mit Kapelle in der Altstadt (Kiebachgasse 10). Mit tatkräftiger Unterstützung von vielen Seiten, vor allem aus Deutschland, wird auf einem von der Stadt Innsbruck zur Verfügung gestellten Grundstück im neuen Stadtteil Saggen 1905/06 die Christuskirche mit dem Pfarrhaus errichtet (vgl. historisches Bild aus dem Jahr 1907 rechts).

In der Zwischenkriegszeit, besonders im Austrofaschismus, haben viele Evangelische Probleme im betont katholischen Tirol bzw. Österreich. Manche begrüßen dann den Anschluss an Hitler-Deutschland als Rückkehr ins „Mutterland der Reformation“. Dass der Nationalsozialismus unvereinbar ist mit dem Evangelischen Glauben, wurde zum Teil in erschreckender Weise verkannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen in Nordtirol nach und nach sechs weitere Pfarrgemeinden mit Kirchen und Gemeindezentren. Anlässlich der ersten Olympischen Winterspiele in Innsbruck wird im Stadtteil Reichenau 1964 die Auferstehungskirche erbaut, seit 1970 ist die Pfarrgemeinde selbständig.

Im Jahre 2005 zieht die Superintendentur (Kirchenleitung) für Salzburg und Tirol aus Salzburg nach Innsbruck um. 2006 wird die Christuskirche im Saggen generalsaniert und zu einem „Offenen Evangelischen Zentrum“ (OEZ) ausgebaut.

Heute sind wir in Stadt und Land anerkannt und geschätzt und leben unseren christlichen Glauben fröhlich und frei in evangelischer Tradition und guter ökumenischer Verbundenheit. Das breite Angebot der beiden Innsbrucker Pfarrgemeinden findet Anklang bei Mitgliedern und vielen weiteren Interessierten.

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Virtuelle Kirchenführung

Herzliche Einladung zu einer virtuellen Führung durch die Christuskirche!

Wir haben diese anlässlich des Jubiläums "150 Jahre Protestantische Glaubensgenossenschaft Innsbruck" im Juni 2019 für Sie erstellt.

Sie können auf die Informationen zu den einzelnen Stationen direkt hier über unsere Webseite zugreifen - oder vor Ort über QR-Codes, die an den entsprechenden Stellen in der Christuskirche angebracht sind. Die Stationen sind durchnummeriert.

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Die virtuelle Kirchenführung haben für Sie erstellt: Werner Geißelbrecht, Bernd Hof, Oswald Keiler, Katharina Nemec, Ulrike Swoboda, Alicia Ysabel Waldstein-Wartenberg

Station 1: Die Evangelische Christuskirche in Innsbruck

Grüß Gott! Schön, dass Sie sich für unsere virtuelle Kirchenführung interessieren.

Die Evangelische Christuskirche wurde in den Jahren 1905 und 1906 im damals neu erschlossenen Stadtteil Saggen erbaut und zuletzt im Jahr 2006 im Inneren grundlegend umgebaut. Der Martin-Luther-Platz vor der Kirche wurde 2011 neu gestaltet.

Im Pfarrhof in der Richard-Wagner-Straße entdeckt man über dem Eingang des Pfarrhauses ein Porträt von Martin Luther. Dabei handelt es sich um ein Fresko des Malers Ernst Nepo aus dem Jahr 1937.

Der Innenraum der Christuskirche ist eher schlicht gehalten bis auf ein imposantes Kruzifix in der Mitte mit einem lebensgroßen Jesus darauf und den bunten Glasfenstern, die im Laufe der Jahre der Kirche gestiftet wurden. Die Orgel auf der Empore wurde von der Firma Steinmeyer in Öttingen (Bayern) gebaut.

Station 2: Das Offene Evangelische Zentrum (OEZ)

Im Jahr 2006 wurde der Innenraum der Kirche generalsaniert und zugleich zum „Offenen Evangelischen Zentrum“ (OEZ) umgestaltet.

Gemäß dem evangelischen Gottesdienstverständnis wurde die Trennung von Pfarrer und Gemeinde aufgehoben: Die Apsis wurde eingeebnet, Altar und Kanzel abgetragen. Zudem gibt es keine Bankreihen mehr, sondern eine mobile Bestuhlung. Der Kirchenraum wurde technisch gut ausgestattet und mit einer Heiz-Lüftung versehen. So kann die gesamte Kirche auf unterschiedlichste Weise als Veranstaltungsraum genutzt werden. Das OEZ Innsbruck bietet ein buntes Programm: Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge, Kirchenkino und vieles mehr.

Der Abendmahlstisch und der Ambo wurden nach einem ausgeschriebenen Künstler-Wettbewerb vom Ehepaar Susanna und Bernhard Lutzenberger aus Bad Wörishofen gestaltet und 2014 in Gebrauch genommen.

Jeder Raum spricht zu einem, man muss sich auf ihn einlassen. Jeder, der sich die Zeit dazu nimmt, wird das erfahren. Die Stärken und Schwächen innerhalb eines Raumes werden spürbar. Darauf gilt es zu antworten. So gibt der Raum vor, in welche Richtung es gehen soll. (Künstlerehepaar Lutzenberger)

Kirche und Kunst beinhalten beide den Gedanken der Schöpfung. Jedes Kunstwerk entsteht – oft mit Herzblut – aus dem Nichts. Es wird geschaffen aus dem Glauben, dass es über das rein Sichtbare hinaus noch etwas anderes gibt. (Landesbischof von Bayern und Ratsvorsitzender der EKD Heinrich Bedford-Strohm)

Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar. (Paul Klee)

Station 3: Das Kreuz von Alexander Illitsch

Wenn man den Kirchenraum betritt, fällt der Blick wahrscheinlich sofort auf das lebensgroße Kruzifix im Altarraum.

Das ist kein Zufall! Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene, steht im Zentrum – nicht nur in diesem Kirchenraum, sondern im Zentrum des Glaubens der gesamten Christenheit.

Dieses Kreuz ist ein Werk des Wiener Bildhauers Alexander Illitsch; er lebte von 1860 bis 1943. Bei der Einweihung der Kirche 1906 war es der einzige künstlerische Schmuck in diesem Raum. Das Kreuz ist aus Lärchenholz, der Christus aus Linde gefertigt.

Der lebensgroße Körper ist sehr genau nachgebildet. Die Muskeln sind nicht erschlafft dargestellt, der Kopf leicht nach vorne geneigt, die Augen sind geschlossen, der Gesichtsausdruck eher der eines Schlafenden. Das alles kann man als einen Hinweis darauf verstehen, dass Christus schon am Kreuz den Tod besiegt hat. Das Johannesevangelium verwendet dafür den doppeldeutigen Ausdruck „Erhöhung“. Am Karfreitag wird das Kreuz in der Mitte der Kirche aufgestellt. Auch an zwei weiteren Stellen kann es platziert werden.

Dieses Kreuz gilt als das beste Werk Alexander Illitschs. Über mehr als hundert Jahre sind nun die Augen der Kirchen- und Gottesdienstbesucher auf diesen Christus gerichtet. Hier steht jedem vor Augen, dass Gott auch im tiefsten Leid bei uns ist und dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Gott sei Dank!

Station 4: Die Baugeschichte der Christuskirche

Die Evangelische Kirchengmeinde A. u. H.B. Innsbruck bestand vor dem Bau der Christuskirche im Saggen.

Lange war evangelisches Leben im katholischen Tirol nicht möglich. 1869 aber konstituierte sich die Protestantische Glaubensgenossenschaft Innsbruck. 1876 konnte dann die offizielle Gemeindegründung erfolgen. Als erstes eigenes Quartier diente den Evangelischen in Innsbruck die aufgelassene „Normalschule“ in der Kiebachgasse 10 in der Altstadt.

Im Jahresbericht der Gemeindevertretung von 1895 wird trotz der vorher beklagten Finanzlage, der Wunsch formuliert, „dass es in Zukunft möglich sein werde, anstatt des Gottesdienstes im Winkel einen Gottesdienst in einer stattlichen Kirche zu haben.“

Unter Pfarrer Arnold Wehrenfennig (1867–1937) wurde dieses Projekt weiterverfolgt. Wehrenfennig war von 1895 bis 1924 evangelischer Pfarrer in Innsbruck. Entwürfe für die Christuskirche liefern 1903 die Architekten Klemens Kattner und Gustav Knell aus Wien. Die notwendigen Spenden kamen von den Gustav-Adolf-Vereinen in Stralsund, Oberösterreich, Stockholm, Leipzig und Berlin. Auch Einzelspender waren darunter, z.B. ein Fabrikant aus Vorarlberg, einer aus Kufstein und einer aus Basel. Honoratioren, Gemeindeglieder und Abiturienten, Frauenvereine und Schulen sammelten fleißig für den Neubau. In Hotels wurden Opferbüchsen aufgestellt.

Die Christuskirche wurde schließlich in den Jahren 1905 und 1906 fertiggestellt. Der Innenraum ist schlicht gehalten. Eine Ausnahme bilden die prächtigen farbigen Glasfenster aus der Erbauungszeit der Kirche. Sie sind im Jugendstil gehalten und wurden von den Glasmalereiateliers F. X. Zettler in München und der Tiroler Glasmalerei in Innsbruck gestaltet.

Station 5: Die Glasmalerei in der Christuskirche

Die Buntglasfenster der Christuskirche sind sehenswert und erzählen viele Geschichten.

Die Fenster im Hauptschiff zeigen Szenen aus der Bibel und der Geschichte des Protestantismus. Die frühesten Glasbilder sind im nördlichen Querhaus mit den Porträts der Reformatoren Zwingli, Luther und Melanchton ausgestaltet. Sie entstanden 1907 in der Königlichen Bayerischen Hofglasmalerei von F.X. Zettler.

Alle weiteren Fenster sind ab 1910 in der Tiroler Glasmalereianstalt in Innsbruck gefertigt worden, eine Institution von internationaler Bedeutung, die bis heute besteht. In ihrem Archiv haben sich glücklicherweise Skizzen und Kartons (das sind die Entwürfe) zu den meisten Fenstern der Christuskirche erhalten.

"Gläserne Spuren in der Christuskirche – Buntes zum Strahlen bringen." - Unter diesem Titel läuft 2019/20 eine Predigtreihe zu den Buntglasfenstern der Christuskirche. Die bereits gehaltenen Predigten sind hier nachzulesen.

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Die Tiroler Glasmalereianstalt in Innsbruck gründeten 1861 gemeinsam der Unternehmer Albert Neuhauser, der Architekt Josef Vonstadl und der Historienmaler Georg Mader. In der zweiten Jahrhunderthälfte etablierte sie sich neben Carl Geyling in Wien als zweite große österreichische Werkstatt mit internationaler Bedeutung. Ein großer Teil ihrer Aufträge kam aus Tirol, den Kronländern und Deutschland, darunter prestigeträchtige Projekte wie der Stephansdom, die Votivkirche oder der Linzer Dom. Eine Vielzahl von Entwürfen stammte von hauseigenen Künstlern. Daneben wurde auch mit freischaffenden, meist Tiroler Künstlern zusammengearbeitet. Die Anstalt produzierte eigenes Kathedralglas und Antikglas sowie Mosaike. Sie exportierte ihre Produkte weltweit, vor allem in die Vereinigten Staaten, wo sie auch eine Filiale in New York betrieb. Trotz widriger Umstände besteht sie bis heute.

Die Königliche Bayerischen Hofglasmalerei von F.X. Zettler war eine der bekanntesten Münchner Werkstätten. 1870 von Franz Xaver Zettler gegründet, erwarb sie sich rasch durch geschickte Werbung und Teilnahme bei internationalen Wettbewerben und Ausstellungen hohes internationales Ansehen, was u.a. 1873 zur Erlaubnis der Führung des Hoftitels führte. Zettler bemühte sich vor allem um das Exportgeschäft und unterhielt Vertretungen in England und Amerika. Das zugehörige Archiv ging größtenteils im 2. Weltkrieg verloren.

Station 6: Die Buntglasfenster in der Taufkapelle

Hinter einer Tür im linken Seitenschiff der Christuskirche befindet sich die Taufkapelle mit ihren 1910 und 1911 entstandenen Glasmalereien.

Der damalige Pfarrer Arnold Wehrenfennig besuchte im September 1910 die Innsbrucker Glasmalerei und besprach dort die Themen der Fenster für die Taufkapelle. Es handelte sich dabei um die Motive: „Taufe Christi“, „Christus im Haus des Nikodemus“ und „Christus als Kinderfreund“. Konrad Mignon zeichnete die Entwürfe und im März 1911 erfolgte die endgültige Bestellung. Im Juni 1911 wurden die Fenster fertiggestellt.

Station 7: Die Buntglasfenster im Kirchenschiff

Die Fenster der drei Reformatoren stammen aus München, die weiteren Fenster aus der Tiroler Glasmalereianstalt in Innsbruck.

Laut Bestellbuch der Innsbrucker Glasmalerei hatten die von der Münchner Firma Zettler angefertigten Fenster mit den drei Reformatoren den Vorstellungen von Pfarrer Wehrenfennig nicht voll entsprochen. Nach der erfolgreichen Herstellung der ersten drei Fenster in der Taufkapelle durch die Innsbrucker Werkstatt erfolgten deshalb weitere Aufträge für das Kirchenschiff mit figuralen Fenstern zu je 700 Kronen und ornamentalen Fenstern zu je 70 Kronen. 1912 wurden das Auferstehungs-Fenster und die „Geburt Christi“ entworfen und danach drei weitere Fenster mit Paulus, Petrus und Johannes, die bis Herbst 1912 bzw. über den Winter fertiggestellt wurden.

Zu Beginn des Jahres 1913 folgten die Fenster mit Ereignissen aus der Geschichte des Protestantismus:

1914 entstand noch das Fenster mit dem Verlorenen Sohn. Der „Barmherzige Samariter“, wurde 1917 ausgeführt. Die Skizzen zu diesen Fenstern stammen alle von Bernard Rice, einem in München ausgebildeten schottischen Maler, der die künstlerische Leitung in Innsbruck bis 1917 innehatte. Die Kartons dazu schuf Konrad Mignon.

Station 8: Die Vertreibung aus dem Zillertal (Fenster)

„Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ steht unter diesem Fenster sowie „Um Glaube und Heimat.“

Man sieht eine Bauernfamilie auf Wanderschaft, im Hintergrund hohe Berge. Links hält ein Mann eine aufgeschlagene Bibel vor sich.

Dieses Bild erinnert daran, dass im Jahr 1837 viele Männer, Frauen und Kinder ihre Heimat, das Zillertal, verlassen mussten, weil sie evangelisch sein wollten – 437 Menschen waren das. Auf Einladung des Preußischen Königs gründeten die meisten von ihnen die Siedlung „Zillerthal“ in der Gemeinde Erdmannsdorf im Riesengebirge, im heutigen Polen. Ihre Nachkommen wurden nach dem 2. Weltkrieg erneut vertrieben.

Dieses Fenster zeigt, wie noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts sich die kleine evangelische Gemeinde von der katholischen Mehrheit bedroht gefühlt hat. Darauf deutet auch das Fenster mit dem Schwedenkönig Gustav Adolf hin.

Station 9: Der Schwedenkönig Gustav Adolf (Fenster)

Das Fenster „Gustav Adolf im Gebet vor der Schlacht bei Lützen“ erinnert an den Schwedenkönig Gustav II. Adolf.

Durch den Eingriff Gustav Adolfs mit seinem Heer in den Dreißigjährigen Krieg, hat er verhindert, dass der Protestantismus durch die katholischen Mächte militärisch vernichtet wurde. Deshalb wurde er als Retter des Protestantismus verehrt. In der Schlacht bei Lützen 1632 verlor er selbst sein Leben. Die deutsche evangelische Hilfsorganisation „Gustav-Adolf-Werk“ trägt seinen Namen. Sie hat wesentlich zum Bau der Christuskirche beigetragen.

Übrigens waren alle Glasfenster früher von außen durch Drahtgitter geschützt, damit sie nicht durch Steinwürfe beschädigt werden konnten.

Station 10: Die Auferstehung Jesu (Fenster)

Die Auferstehung Jesu im nördlichen Seitenschiff ist eine der ganz wenigen Darstellungen der Auferstehung Jesu Christi im sogenannten Jugendstil.

Um 1900 war der Jugendstil in Kunst und Architektur in Mitteleuropa weit verbreitet. In diesem Fenster sind die Zypressen mit den goldenen Kugeln und den symmetrischen Grasbüscheln mit Perlen dafür typisch, während die opulente Kleidung der Soldaten eher dem Historismus zuzuordnen ist.

Der Blick des Auferstandenen ist – wie auf vielen Ikonen – in die Ferne gerichtet. Christus schreitet eine steinerne Stiege herab und scheint aus dem Bild heraus auf den Betrachter zuzugehen. Das Bibelwort „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ (Johannes 14,19) unterstreicht die Verbindung zwischen dem Auferstandenen und seiner Gemeinde.

Station 11: Die drei Reformatoren (Fenster)

Unter dem Auferstehungsfenster sind drei Reformatoren abgebildet.

Auf dem Fenster in der Mitte ist Martin Luther zu sehen. Er hat ab 1517 als Mönch von der sächsischen Kleinstadt Wittenberg aus mit seinen Schriften versucht, die katholische Kirche zu erneuern. Auf ihn beruft sich die weltweite Lutherische Kirche (in Österreich: Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses = evangelisch A.B.).

Rechts von Martin Luther ist Philipp Melanchthon dargestellt, der Freund und Mitstreiter Luthers. Er hat das Bildungswesen reformiert und die Lutherischen Bekenntnisschriften verfasst.

Auf dem linken Fenster ist Ulrich (Huldrych) zu sehen, der Reformator Zürichs. Auf ihn und auf Johannes Calvin geht die „nach Gottes Wort reformierte Kirche“ zurück (in Österreich: Evangelische Kirche Helvetischen Bekenntnisses = evangelisch H.B.). Dass er hier abgebildet ist, zeigt, dass die Innsbrucker Evangelische Gemeinde von Anfang an neben Lutheranern auch reformierte Mitglieder hatte.

Übrigens waren diese drei Bilder ursprünglich in den kleinen Fensteröffnungen oben im Altarraum angebracht. Pfarrer Wolfgang Liebenwein störte, dass von dort Luther auf den Gekreuzigten herunterschaute. So wurden die drei Reformatoren im Rahmen der Renovierung 1953 an die jetzige Stelle gebracht und durch drei neue Fenster ersetzt, die Liebenwein selbst entworfen hatte. Deshalb sehen wir heute im Altarraum im kreisrunden Fenster in der Mitte die beiden evangelischen Sakramente Taufe (symbolisiert durch das Wasser) und Abendmahl (symbolisiert durch Hostie und Kelch). In den kreisrunden Fenstern links und rechts des Sakramentenfensters stehen die Buchstaben Alpha und Omega – der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets als Zeichen dafür, dass alles von Gott kommt und auf Gott hinausläuft.

Station 12: Die Prinzipalia von Lutzenberger

Das Künstlerehepaar Susanna und Bernhard Lutzenberger hat im Jahr 2014 die Prinzipalia (lat.: Hauptgegenstände) und die Vasa Sacra (lat.: Heilige Gefäße) gestaltet.

Mit ihrem Projekt konnte das Künstlerehepaar Lutzenberger die Jury des ausgeschriebenen Künstlerwettbewerbs überzeugen. Seit dem Reformationstag, dem 31. Oktober, 2014 hat die Gemeinde die neuen Prinzipalia in Gebrauch. Zu ihnen zählen der Abendmahlstisch, das Redepult und das Taufbecken. Auch ein Osterkerzenständer wurde als Unikat für die Christuskirche hergestellt. Als Vasa Sacra bezeichnet man das Abendmahlsgeschirr. Als sichtbares Material wurde immer Nussbaum und Kupfer verwendet, das symbolisch für die Verbindung von Irdischem und Himmlischen steht. Das geschichtete Plexiglas des Kerzenständers ist ein bewusster Bruch dazu, der einen Spannungsbogen aufbaut. Plexiglas fängt das Licht und strahlt.

Das Künstlerehepaar hat seine Werkstatt in Bad Wörishofen, in Deutschland.

Station 13: Die Taufstelle

In der evangelischen Tradition gibt es zwei Sakramente: Das Abendmahl und die Taufe. Das sichtbare Zeichen der Taufe ist das Wasser.

Für die Taufe eines Kindes oder eines Erwachsenen wird gewöhnliches Wasser in die Taufschale gegossen. Die Taufe wird im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes vollzogen, feiert die uns geschenkte Zugehörigkeit zu Gott und erinnert an das Erlöstsein des Menschen.

Die Taufschale besteht aus demselben Kupfermaterial wie die Oberfläche des Altartisches, auf der sie abgestellt ist, und wie die Abendmahlsschalen mit den Hostien darin. Die Taufschale ist nicht immer im Gottesdienst zu sehen, sondern wird gemeinsam mit dem Abendmahlsgeschirr in einem Nebenraum aufbewahrt und nur bei Bedarf in den Kirchenraum gestellt.

Die Taufe ist das große Symbol der Freiheit des Glaubens der Evangelischen.

Station 14: Der Abendmahlstisch (Mensa)

Mit den Vasa Sacra, dem Abendmahlsgeschirr, wird um diesen Tisch das Abendmahl gefeiert.

In Anlehnung an den Tisch des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern feierte, wird die Bezeichnung „Tisch des Herrn“ verwendet, lateinisch mensa domini. Der Abendmahlstisch ist in evangelisch-lutherischen Gottesdiensten auch der Ort, an dem in der Regel die Gebete gesprochen werden, die Psalmen, das Kyrie und Gloria, der Dank und manchmal auch die Fürbitten. Von hier aus begrüßt die Pfarrerin oder der Pfarrer die Gemeinde und spricht den Schlusssegen.

Zum Abendmahl stellt sich die feiernde Gemeinde um den Tisch in einem Kreis auf. In Schalen werden glutenfreie Hostien gereicht, in den Kelchen ist alkoholfreier Traubensaft, in den die Hostien eingetaucht werden. Alle, die ihre Verbindung mit Jesus feiern und vertiefen wollen, sollen teilnehmen können – unabhängig von Alter, Konfession oder Unverträglichkeiten. Die Gaben werden mit folgenden Worten gereicht: „Das Brot des Lebens für dich“ und „Der Kelch des Heils für dich“.

Das Abendmahlsgeschirr besteht aus durchsichtigen Kelchen und Krügen – in zwei Sets hergestellt einmal aus rötlichem, einmal aus grünlichem Glas – und aus Kupferschalen. Die Schalen und Kelche werden außerhalb der Gottesdienste in einem Nebenraum aufbewahrt. Die vier Teile des Abendmahlstisches können variabel genutzt, verschoben und umgestellt werden – je nach Anlass. Das Material des Abendmahlstisches ist Nussbaum, überzogen mit Kupfer. Ein Teil der vier Abendmahlstischteile trägt Psalm 36,10 („Bei dir ist die Quelle des Lebens“) als Aufschrift. Dieser Altarteil wird bei einer Taufe gekippt und als Tisch für die Taufschale verwendet.

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Im Vorfeld der großen Renovierung und Umgestaltung der Christuskirche 2005/2006 haben sich viele Menschen Gedanken gemacht, auch bereits über die Gestaltung der Prinzipalia. Damals schon wurde festgehalten:

Mit Leben und Sterben, Kreuz und Auferstehung Jesu war für die ersten Christen die Zeit der Opfer vorbei und damit auch die Zeit der Altäre. Die ersten Christen kamen zusammen in ihren Häusern am ersten Tag der Woche, an dem sie wöchentlich den Tag der Auferstehung Jesu feierten. Sie hatten keine Altäre und brauchten sie auch nicht mehr, weil sie begriffen haben, dass Jesus das letzte Opfer ein für allemal war. Was sie brauchten war ein Tisch, an dem sie das Mahl miteinander feierten, zu dem Jesus seine Jüngerinnen und Jünger eingeladen hatte. Er hatte ihnen auch aufgetragen, dieses Mal immer wieder zu feiern, um sich damit an ihn zu erinnern, seine bleibende Gegenwart in diesem Mahl zu feiern. Paulus spricht vom Tisch des Herrn im Korintherbrief. Diesem Tisch entspricht der lateinische Begriff mensa domini, verkürzt nur noch Mensa genannt: der Tisch, an dem das Abendmahl gegessen und getrunken wird. 

Bis ins 4. Jahrhundert hinein war es in Rom üblich, diesen mobilen Tisch erst vor dem Gottesdienst bzw. zu Beginn der eigentlichen Mahlfeier von den Diakonen hereintragen und aufstellen zu lassen. Der Tisch wurde dann an einem besonderen Ort, in Basiliken am Vorderrand der Apsis oder auch mitten im Kirchenschiff aufgestellt. D.h. dass die Mensa, der mobile Abendmahlstisch etwas ursprünglich Urchristliches ist und wir auch nicht mehr von Altar sprechen sollten, sondern von der Mensa bzw. dem Tisch des Herrn. Steinerne Altäre kamen dann erst in den späteren Jahrhunderten wieder in Mode, wo Reliquien einen festen Platz haben sollten.

Station 15: Das Redepult (Ambo)

Das Redepult, auch Ambo genannt, ist der Ort für die Lesungen aus der Bibel und der Ort für die Predigt.

Früher befand sich eine erhöhte Kanzel in der Christuskirche, wodurch die Stimme des Pfarrers besser zu hören sein sollte. Heute ist es wichtiger, dass Pfarrerinnen bzw. Pfarrer den Mitfeiernden im Gottesdienst auf Augenhöhe begegnen. Die gesamte Christuskirche ist heute ohnehin mit akustischer Verstärkung ausgestattet, sodass alle im Raum gut verstehen können, was vorne gesprochen wird.

Die Bibellesungen und die Predigt haben einen hohen Stellenwert im evangelischen Gottesdienst. Der gesonderte Ort des Redepults bringt die Bedeutung des Hörens auf das Wort Gottes zum Ausdruck.

Im Kirchenraum ist auch eine induktive Höranlage installiert. Wenn Sie über ein Hörgerät mit Telefonspule (kurz: „T-Spule“) verfügen, schalten Sie es bitte auf „T“, um dieses Angebot in der Christuskirche zu nutzen. 

Station 16: Die Osterkerze

Der Ständer für die Osterkerze aus geschichtetem Plexiglas fängt das Licht der Umgebung ein und strahlt es in allen Farben des Regenbogens aus.

Im Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 12, sagt Jesus:

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Die Osterkerze wird jedes Jahr in der Osternacht neu gestaltet und noch im Dunkeln der Nacht in die Kirche getragen. Deshalb trägt die Osterkerze eine Jahreszahl, die mit dem Ostermorgen jedes Jahr wechselt.

Die Kerze erinnert an die Auferstehung Jesu und an den lebendigen Gott, der den Tod besiegt hat. Sie brennt bei jedem Gottesdienst, jeder Tauffeier, jeder Hochzeit und jeder Begräbnisandacht in der Christuskirche.

Station 17: Die Steinmeyer-Orgel

Unsere Orgel wurde 1906 gebaut und begleitet die Gemeinde seit dem ersten Gottesdienst in der Christuskirche.

Sie hat 13 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedale. Seit ihrer Erbauung ist sie so gut wie unverändert geblieben, gibt also ein originales Zeugnis der Orgelbaukunst des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Am 12. Dezember 2012 wurde sie im Rahmen der Reihe "Orgel des Monats" von Michel König vorgestellt. Sehen und hören Sie selbst!

Danke, dass Sie unsere virtuelle Kirchenführung besucht haben. Auf ein Wiedersehen in der Christuskirche!

Nachlese aus dem Gemeindeleben

... und Berichtenswertes mit Blick über den Tellerrand.

Zwergerl-Gottesdienst@home

Mit kleinen Kindern zuhause Gottesdienst feiern!

Leider konnten wir uns in der Coronazeit nicht persönlich in der Gemeinde treffen. Manche Eltern wollten aber gemeinsam mit ihren Zwergerln gerne zuhause Gottesdienst feiern. Daher hat Annemarie, angelehnt an unseren normalen Zwergerlgottesdienst-Ablauf, einen Vorschlag ausgearbeitet.

Natürlich ist es auch erlaubt, diesen Ablauf und die Gedanken darin als persönlichen Gottesdienst zu feiern, wenn man zuhause keine kleinen Zwerge hat oder die Zwerge nicht mitmachen wollen. Herzlich willkommen an jede und jeden, die ihr diese Zeilen lest.

Ihr könnt den Ablauf von Annemarie als Ganzes nutzen oder euch die Texte, Gebete oder Aktionen aussuchen, die für euch in eurer Situation passen ...

Zwergerl-Gottesdienst@home zum Download

Osternacht@home aus der Christuskirche

Die jährliche Osternacht ab 5 Uhr früh ist immer ein besonderes Highlight in der Christuskirche.

Darauf wollten wir auch in Zeiten von „Dahoambleib‘n“ angesichts von Corona 2020 nicht verzichten. Darum haben wir sie als Film produziert und Sie können diese  Osternacht@home seit Ostersonntag, 5 Uhr morgens, zuhause anschauen und mitfeiern.

Der Ablauf orientiert sich an der gewohnten Liturgie, die wir auf ca. 40 Minuten konzentriert haben. Sie dürfen sich auf stimmungsvolle Bilder freuen, auf tolle Musik und auf berührende Texte. Wir blenden auch die Liedtexte ein und laden zum Mitsingen ein.

Die Osternacht beginnt in der Dunkelheit und führt ins Licht des Ostermorgens. Zum Mitfeiern empfehlen wir daher, frühmorgens den Wecker zu stellen, aufzustehen, eine Kerze bereitzustellen, die morgendlichen Gesänge der Vögel ins Zimmer zu lassen, das Licht abzuschalten oder zu dimmen und das Video einzuschalten, wenn es noch dunkel ist, am besten ca. 45 Minuten vor dem "offiziellen" Sonnenaufgang (in Innsbruck zu Ostern 2020 um ca. 5.45 Uhr).

Viel Freude mit diesem besonderen Angebot!

Denken Sie daran, die Anzeige auf "Vollbild" und bestmögliche Auflösung zu stellen.

mehr Information

Konzept und Gestaltung: Werner Geißelbrecht & Ulrike Swoboda

Musik und Chor: Familie Geißelbrecht aus Eferding

Viele Mitwirkende aus der Gemeinde sind per Videoaufnahme mit dabei

Filmproduktion: Jakob Straßl

Passion+Ostern@home

Gerade in der Passions- und Osterzeit wollten wir sehr gerne auch persönlich mit Euch und Ihnen verbunden sein.

Darum haben wir für diese besonderen Tage einiges zum Lesen, Anschauen und Mitfeiern für Zuhause vorbereitet:

Palmsonntag

Gründonnerstag

Karfreitag

Ostern

Einige Gottesdienste, die im Fernsehen und Radio übertragen werden, finden Sie ebenfalls unten in den Terminkästchen. Besonders herzlich laden wir ein, den Karfreitags-Gottesdienst mit Bischof Michael Chalupka und Pfarrerin Anne Tikkanen-Lippl aus dem Evangelischen Zentrum in Wien mitzufeiern. Er wird um 11 Uhr live auf ORF 2 übertragen. Für die musikalische Gestaltung zeichnet Landeskantor Matthias Krampe verantwortlich.

Fürbitten der Diakonie zu Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern.

Viele weitere Anregungen finden Sie auf der Website "Ostern 2020 gemeinsam feiern" der Evangelischen Kirchen in Österreich.

Auch Lachen ist ansteckend ... grin

Kennen sie die uralte Tradition des "Osterlachens"?

Ostern ist ja das fröhlichste aller Feste im Kirchenjahr. Grund zum befreiten Lachen ist natürlich die Osterbotschaft, diese überraschende und wunderschöne gute Nachricht: Jesus ist zwar gekreuzigt worden und gestorben. Aber der Tod hat ihn nicht halten können. Gottes Liebe war stärker. Jesus wurde neu ins Leben gerufen. Er lebt ...

Den Tod, das Böse und das Leiden gibt es zwar nach wie vor in unserer Welt. Gerade in diesen Wochen merken wir das ja alle sehr schmerzlich. Diese dunklen Gewalten können sehr mächtig sein. Sie haben aber nicht das letzte Wort. Denn noch mächtiger ist Gott, noch mächtiger ist die Liebe – in der Ostergeschichte und auch in unserem eigenen Leben!

Im Mittelalter konnte sich die Gemeinde zu Ostern auf eine Predigt freuen, die die ganze andächtige Gemeinde in ein schallendes, jubelndes Gelächter ausbrechen lassen sollte: das Oster­gelächter (lateinisch: risus paschalis) eben. Den Predigern damals waren dazu alle Mittel recht: Witze, lustige Anekdoten, herzhafte, zum Teil auch recht zweideutige Geschichten und Pantomi­men. Und die Gemeinde spielte mit: Der Tod und alles Böse wurden zu Ostern feierlich ausgelacht.

Lachen ist herrlich ansteckend. Hoffnung, Vertrauen und Liebe ebenso - und davon können wir doch momentan viel gebrauchen. Wie wäre es also, den alten Brauch heuer neu zu beleben?

Als Anregung dazu finden Sie rechts einige Karikaturen anlässlich der Corona-Krise von Pfarrer Siegfried Kolck-Thudt aus Amstetten (bitte draufklicken zum Vergrößern).

Karikaturen: Mag. Siegfried Kolck-Thudt, Preinsbacherstraße 8, 3300 Amstetten, Tel 07472-62519-DW 30

Den steirischen Kabarettisten Oliver Hochkofler haben viele noch von seinem Auftritt im Rahmen von „tirol.feiert.evangelisch“, unseres großen Festes zum Reformationsjubiläum 2017, in guter Erinnerung. Da er derzeit nicht vor Publikum auftreten kann, hat er sein Schaffen einfach ins Internet verlegt. Sein Videoclip „Cordoba meets Corona“, in dem österreichische Fußballlegenden von Herbert Prohaska und Hans Krankl bis Toni Polster, Marko Arnautovic und Otto Baric über ihren Umgang mit der Corona-Krise sprechen, hat auf Youtube bereits viele Menschen zum Lachen gebracht. Zentraler Punkt dabei: Der große Dank an alle HeldInnen der Menschlichkeit, die unseren Alltag derzeit am Laufen halten.

Corona-Comedy-Clips von Oliver Hochkofler

Palmsonntag@home - 2 Videos und ein Familiengottesdienst für zuhause

Unser Special für Kinder und Familien grin

Am Palmsonntag erinnern wir uns daran, wie Jesus mit seinen Freundinnen und Freunden nach Jerusalem eingezogen ist. Sonst ist die Christuskirche an diesem Festtag immer sehr voll und wir feiern einen bunten und fröhlichen Familiengottesdienst mit viel Musik.

Mit dabei ist immer der Esel, der mit den Kindern unter Hosianna-Gesang einzieht. Wenn Ihr wissen wollt, wie es ihm heuer geht und was er Euch zu sagen hat, schaut am Palmsonntag ab 9.30 Uhr das Video "Ulrike und der Esel" … I-aah!

Und zur Einstimmung könnt Ihr Euch das Lied "Jesus zieht in Jerusalem ein" anhören, das Sofie und Flora auf ihren Flöten für Euch eingespielt haben. Falls Ihr mitsingen möchtet: Text und Noten findet Ihr sicher im Internet.

Annemarie hat auch einen Familiengottesdienst@home für Euch vorbereitet. Den könnt Ihr Euch herunterladen und zuhause gemeinsam feiern.

Wichtig: Die Videos sind erst ab Palmsonntag, 9.30 Uhr freigeschaltet. Wenn Ihr vorher draufklickt, heißt es "Video nicht verfügbar". Ihr braucht also ein bisserl Geduld ... wink

PS: "Hosianna" heißt auf Deutsch übersetzt: „Hilf doch!“

Passionskästen@home

Seit Jahren beliebt in der Passionszeit sind die Passionskästen, die Sonntag für Sonntag von den Kindergottesdienst-Kindern gestaltet werden.

Dabei wird eine der Passionsstationen in einem Holzkasten mit allem möglichen Material, das man verwenden möchte, dargestellt. Wahrscheinlich habt ihr zuhause keinen so großen Holzkasten, aber für einen Passionskasten@home reicht auch ein Schuhkarton, ein Regalfach oder ein Umzugskarton. Eurer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Vermutlich habt ihr viele Figuren und Tiere zuhause, die da gut reinpassen. Oder habt ihr das Glück wie ich, dass zu eurem Haus oder eurer Wohnung ein Garten gehört, in dem ihr Äste und Steine finden könnt? Ein Beispiel hab ich schon einmal gemacht: Jesus zieht auf einem Esel in Jerusalem ein.

Wir laden euch ein, als Familie, alleine oder zu zweit auch einen Karton zu gestalten und uns ein Bild davon zu schicken, dann können wir hier bald die ganze Passionsgeschichte in Bildern erzählen.

Die Passionsgeschichten, das sind die verschiedenen Situationen, die Jesus erlebt hat, bevor er gekreuzigt wurde, starb und nach drei Tagen auferstanden ist. Wenn Ihr mitmachen wollt, sucht euch eine dieser Geschichte aus, lesst sie in eurer Bibel zuhause durch und überlegt dann, wie ihr sie darstellen könnt. Wenn ihr keine Bibel zuhause habt, dann findet ihr im Internet auch die Texte oder kurze Filme, in denen die Geschichte erzählt wird:

Um eure Passionskästen@home mit uns zu teilen,  schickt bitte eure Fotos an meine Mailadresse. Oder schickt sie mir per Signal aufs Handy: 0699 18877553. Wir laden die Bilder dann hier auf unsere Homepage.

Auch sonst freue ich mich von euch zu hören, wie es euch geht.

Ich freu mich schon sehr darauf!

Herzliche Grüße,

Eure Annemarie

Drei Passionskästen, die Ihr rechts in der Galerie findet, hat Familie Michl gebastelt und uns die Fotos zukommen lassen. Vielen Dank! Klickt drauf - und Ihr seht sie größer.

Predigten in der Coronazeit von SI Olivier Dantine

Von 22. März bis 24. Mai 2020 hat Superintendent Olivier Dantine für jeden Sonntag und für Karfreitag eine Predigt zum Anhören zur Verfügung gestellt.

Diese Predigten können sie weiterhin nachhören:

Gottesdienst zuhause mitfeiern in der Coronazeit

In unseren Kirchen konnten wir uns von Mitte März bis Mitte Mai 2020 nicht treffen. Es gab aber Alternativen, die auch einen interessanten Blick über den Tellerrand der eigenen Gemeinde boten:

Eine Predigt zum Anhören mit musikalischer Umrahmung stellte Superintendent Olivier Dantine seit 22. März jeden Sonntag und am Karfreitag zur Verfügung.

Ein schlichtes Mittagsgebet um 12 Uhr wurde jeden Tag (außer sonntags) aus einer anderen Evangelischen Kirche in Österreich gesendet. Man konnte die Gebete live und auch später ansehen.

Viele evangelische Pfarrgemeinden in Österreich stellten Gottesdienste, Tagesgebete oder Andachten zum Mitfeiern zuhause übers Internet zur Verfügung - vgl. Übersicht.

ORF III übertrug jeden Mittwoch um 8 Uhr einen evangelischen TV-Gottesdienst aus dem burgenländischen Oberwart. Man konnte diesen auch in der ORF-TV-Thek nachsehen. Viele weiteren interessante Angebote fanden sich auf religion.ORF.at.

Kirche von zu Hause – Alternativen (nicht nur) in Zeiten von Corona. - Hier finden Sie viele vielfältige Angebote und wertvolle Hinweise der Evangelischen Kirchen in Deutschland.

"Frische Predigten für daheim" zum Anhören stellte das Zentrum für Kirchenentwicklung der Universität Zürich als Podcast zur Verfügung.

"Gott krönt uns nicht mit einem Virus, sondern mit Gnade und Barmherzigkeit". - Eine berührende, anregende und tröstliche Predigt von Prälatin Gabriele Arnold aus der Stifskirche in Stuttgart am 15. März 2020.

Angesagt - statt abgesagt (Online Jugendtreff in Coronazeiten)

Der Treffpunkt für Jugendliche und Junge Erwachsene - jeden Abend online

Wir treffen uns hier: https://meet.jit.si/Angesagt (Mitte März bis Ende Mai 2020)

Das Konzept:

Der Chatroom ist ab 18:45 Uhr offen. Jeden Abend.

Von 19 bis 19:15 Uhr gibt es einen Mini-Impuls zum Mitgestalten.

Danach bleibt der Chatroom noch offen, um ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen oder neue Leute kennenzulernen .

Idee und Gestaltung:

Oliver Binder, Susanne Zippenfenig, Karin Kirchtag und Annemarie Goldbrich

Lichter der Hoffnung

Katholische, evangelische und orthodoxe Kirche in Österreich rufen zum gemeinsamen Gebet auf:

Christinnen und Christen aller Konfessionen sind eingeladen, jeden Tag um 20 Uhr das Vater Unser zu beten und eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen.

Wien (epdÖ) Die katholische, evangelische und orthodoxe Kirche haben angesichts der Coronakrise zu einer gemeinsamen österreichweiten Gebetsaktion aufgerufen. Die Gläubigen aller Konfessionen werden eingeladen, ab Samstag, 21. März 2020, täglich um 20 Uhr eine Kerze anzuzünden und ins Fenster zu stellen sowie das Vater Unser zu beten, jenes Gebet, das allen Christen, unabhängig ihrer Kirchenzugehörigkeit, gemeinsam ist. Die Pfarrerinnen und Pfarrer bzw. Geistlichen sind eingeladen, einen Segen zu sprechen.

"Christinnen und Christen wissen sich im Gebet weltweit verbunden über Grenzen hinweg, auch über solche, die durch diese Pandemie gesetzt werden", betont der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka: "Räumlich getrennt sind wir füreinander da und schenken einander Trost durch den Schein des Lichts."

"Setzen wir in dieser schwierigen Situation auch ein gemeinsames Zeichen des Zusammenhalts und der Verbundenheit. Jesus ruft uns alle auf, Licht der Welt zu sein", so der Salzburger Erzbischof Franz Lackner zur Aktion.

Metropolit Arsenios Kardamakis unterstreicht für die orthodoxe Kirche in Österreich: "Wir beten räumlich getrennt aber mit den Herzen verbunden und über alle kirchlichen Grenzen hinweg zu unserem Herrn und Gott, uns alle zu beschützen und zu stärken, die Kranken zu heilen, den Ärzten und Krankenpflegern Kraft zu schenken und uns seine reiche Gnade zu schenken."

22./24.10.2019 | "Odysseus"

Musical der Johann Sebastian Bach Musikschule Innsbruck

Am 22. und 24. Oktober 2019 lud die Johann Sebastian Bach Musikschule Innsbruck zu einem besonderen musikalischen Abenteuer ein. ODYSSEUS – ein Musical für Chor und Instrumentalisten war gleich drei Mal in der Christuskirche zu hören und zu sehen. Der Teens-Chor und die Schüler-Lehrer-Band der JSBM präsentierten mit eingängigen, groovig bis melancholischen Song-Melodien und modernen wie historischen Texten für die Sprechrollen, mit Tänzen und mythischen Figuren aus alter Zeit die abenteuerlichen Irrfahrten des Odysseus mit seinen Gefährten. Als Gaststar betrat sogar Homer persönlich die Bühne …

Band-Einstudierung: Robert Sölkner / Chor und Gesamtleitung: Bärbel Weber

Fotos: Gerhard Hof

Video auf der Homepage der JSBM

15.09.2019 | 60 Jahre Kreuzkirche Völs

Völs feierte am 15.9.2019 das 60-jährige Bestehen der Kreuzkirche.

Nach dem ortsüblichen Empfang der Ehrengäste fand ein ökumenischer Festgottesdienst statt, bei dem Superintendent Dantine die Predigt hielt. Anschließend genossen die zahlreichen Besucherinnen und Besucher bei Musik, Speis und Trank das evangelisch-katholische Pfarrfest im Park. Ein eigenes Kinderprogramm ließ auch bei den jungen Gästen keine Langeweile aufkommen. Interessierte konnten sich bei einer Fotopräsentation in der Kreuzkirche ein Bild über des Entstehen und die Entwicklung der Kreuzkirche von 1959 bis heute machen.

In bester Völser Tradition haben Viele zum guten Gelingen dieses Festes beigetragen, an das wir noch lange denken werden.

Fotos: Franz Rauter, Friedl Murauer

18.10.2019 | Kirche Kunterbunt

Unser neues Angebot für Familien war am ersten Termin ein voller Erfolg!

Im Raumschiff zum Mond fliegen und Sternenstaub sammeln, im Wald auf einer Lichtung liegen und den Sternenhimmel bewundern, aus bunten Laubblättern einen Sonnenaufgang kleben, Mohnblumen mit Aquarelltechnik malen, das waren nur einige Möglichkeiten, durch die wir staunen konnten, was Gott im unfassbar Großem und im winzig Kleinem uns geschenkt hat.

Die rund 30 BesucherInnen zwischen 3 und 70 Jahren gingen nach drei schönen gemeinsamen Stunden satt und fröhlich nach Hause und waren sich einig: das nächste Mal wollen sie gerne wiederkommen.

07.07.2019 | Familiengottesdienst mit Verabschiedung von Wolfgang Holl und Christine Pescosta

"Mach dich auf den Weg - Gott geht mit!"

Die alte Verheißung an Abraham hat uns durch diesen Familiengottesdienst begleitet. Und wir haben uns daran erinnern lassen, dass Gott uns nah ist und bleibt in den großen und kleinen Aufbrüchen im Leben.

Auch verabschiedet haben wir uns von zwei Personen, denen ein Aufbruch unmittelbar bevorsteht; die über viele Jahre hinweg sehr verbunden waren mit der Christuskirche – und die hoffentlich auch weiterhin mit uns verbunden bleiben werden; die hier lange Zeit gearbeitet und die Gemeinde mit ihrer Arbeit und mir ihrer ganzen Persönlichkeit geprägt haben: Wolfgang Holl aus der Pfarrkanzlei und Küsterin Christine Pescosta.

Wir wünschen den beiden von Herzen alles Gute und Gottes Segen!

16.06.2019 | "Ewige Baustelle" - Wir feierten 150 Jahre Evangelisches Leben in Tirol

Unter dem Motto „150 Jahre - Ewige Baustelle“ feierte unsere Gemeinde gemeinsam mit der ganzen Diözese Salzburg und Tirol die beiden Jubiläen "150 Jahre Protestantische Glaubensgenossenschaft Innsbruck" und "150 Jahre Gustav-Adolf-Zweigverein Tirol".

Wir erinnerten uns an die Entstehungsgeschichte unserer Gemeinden, schauten zurück auf Meilensteine in deren Entwicklung über die letzten 150 Jahre und blickten in die Zukunft unserer kleinen, aber lebendigen und engagierten Evangelischen Kirche in Tirol.

Aus unserer christlichen Überzeugung heraus feierten wir diesen Tag nachhaltig nach den Kriterien von GOING GREEN TIROL (die Auszeichnung erfolgte durch Green Events Tirol.

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." - Klicken Sie auf die Fotos rechts; es öffnet sich dann eine Fotostrecke und Sie können Sich einen Eindruck vom Fest verschaffen.

Fotos: Gerhard Hof

Passions- und Osterkästen 2019

An den Sonntagen in der Passionszeit wurden auch heuer wieder die Passionskästen gestaltet.

Schon seit ein paar Jahren ist das zur Tradition geworden und viele Kinder freuen sich extra auf diese besonderen Kindergottesdienste.

Das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern vor seiner Gefangennahme wurde kurzerhand in die Natur verlegt, aber ist ja klar, es war abends, daher durften die Sterne am Himmel nicht fehlen.

Für Jesu Verhaftung wurde aus Flaschenverschlüssen Römerhelme und besonders wurde darauf geachtet, welche Seite wie viele und wie große Schwerter bekam. Als Erkennungszeichen küsste Judas Jesus, darum wurde ihm ein großer roter Mund ins Gesicht gemalt.

Jesus wird angeklagt – die Szene kam heuer ganz ohne Männchen aus. Jesus wurde aus einigen Ästen und einem roten Mandel gebogen und weil er als König der Juden verspottet wurde, trug er eine Dornenkrone.

Zum ersten Mal haben wir die Kästen nach Ostern um einen erweitert. Zwei Jünger wandern nach Emmaus, als sich ein Mann zu ihnen gesellt und ihnen darlegt, warum Jesus leiden und sterben musste. Die Osterfreude ist deutlich in den Gesichtern zu sehen.

24.03.2019 | "Jesu, meine Freude" - Gottesdienst

Einen ganz besonderen musikalischen Gottesdienst in der Christuskirche feierten Diözesankantor Gordon Safari, sein Ensemble und Lektor Günter Liegl mit der Gemeinde.

Hören und uns zu Herzen gehen lassen durften wir die  Motette "Jesu, meine Freude" (BWV 227) von Johann Sebastian Bach, weiters "Gottes gewalt'ger Arm" von Josef Gabriel Rheinberger und "Locus iste" von Anton Bruckner.

Sopran: Electra Lochhead, Silvia Moroder
Alt: Tamara Obermayr
Tenor: Maximilian Kiener
Bass: Nicholas Morton

Barockvioloncello: Hannah Vinzens
Violone: Sepp Radauer

Leitung und Orgel: Gordon Safari

Liturgie und Predigt: Günter Liegl

08.02.2019 | "Trauung für alle" - Sitzung der Gemeindevertretung

Seit 1.1.2019 gibt es in Österreich die "Ehe für alle". Für die Evangelische Kirche A.B. in Österreich stellt sich damit auch die Frage nach einer kirchlichen "Trauung für alle".

Über deren Einführung wird die Synode A.B. in einer Sondersitzung am 9.3.2019 beraten und voraussichtlich entscheiden. Die Pfarrgemeinden wurden eingeladen, dazu im Vorfeld Stellung zu nehmen.

In einer - wie immer öffentlichen - Sitzung am 8. Februar 2019 beschäftigte sich auch unsere Gemeindevertretung in Anwesenheit und unter Beteiligung zahlreicher Gäste (denen auch allen Rederecht eingeräumt wurde) ausführlich mit der Thematik. Nach einer sehr offen und beherzt geführten Debatte wurde am Ende der Sitzung in geheimer Abstimmung mit sehr großer Mehrheit beschlossen (29 Ja- / 2 Nein-Stimmen):

„Wir befürworten die Einführung der „Trauung für alle“ in der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich durch die Synode A.B. in ihrer Sondersession am 9. März 2019.“

Näheres entnehmen Sie bitte der offiziellen Stellungnahme unserer Gemeinde.

Inhaltlich werden diese Stellungnahmen auch in unserer Gemeinde nicht alle teilen. Wie können wir mit unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Meinungen in der Kirche gut umgehen? Dazu predigte Pfarrer Werner Geißelbrecht am Sonntag, 10.2.2019 über Eph 4,1-6 zum Thema "Einheit in der Vielfalt". Auf mehrfachen Wunsch finden Sie auch diese Predigt hier zum Nachlesen.

31.10.2018 | Reformationsgottesdienst mit Gastprediger: Bischof Hermann Glettler

Feier des Reformationstags in ökumenischer Verbundenheit.

Ein Jahr nach dem großen Jubiläum "500 Jahre Reformation" hat das Presbyterium unserer Pfarrgemeinde den römisch-katholischen Bischof von Innsbruck, Hermann Glettler, zu einer Gastpredigt eingeladen. Er hat zugesagt, mit uns den Gottesdienst gefeiert und über den Bibeltext Galater 5,1-6 gepredigt: "Zur Freiheit hat uns Christus befreit!"

Musikalisch gestaltet wurde dieser besondere Festgottesdienst von Elias Praxmarer an der Orgel und Manuel Tumler auf der Trompete.

Viele sind gekommen um mitzufeiern und haben das gute ökumenische Miteinander als schön, sinnvoll und bereichernd erlebt. Das Echo war überaus positiv.

07.10.2018 | Erntedank und Kirchenlauf 2018

Em Erntedanksonntag ging's auch heuer wieder bunt zu in der Christuskirche.

Wir begannen mit einem Familiengottesdienst zum Thema "Gottes gute Schöpfung", zu dem wir einmal in ganz anderer Sitzordung in der Kirche Platz nahmen - vgl. Fotos.

Anschließend liefen wir wieder rund um den Kirchenblock, hatten dabei viel Spaß und konnten eine stattliche Spendensumme sammeln für die weitere Gestaltung des Kirchengartens. Nach dem Neubau des Spielplatzes fehlt dort noch eine gemütliche Sitzecke, diese wollen wir Anfang 2019 errichten. Die beeindruckenden Zahlen: 35 LäuferInnen, 535 gelaufene Runden, 4.244,50 gesammelte Euro: DANKE!

Nach dem Lauf luden wir wie immer zum gemeinsamen Mittag­essen „Speisung der 5000“ ein, um uns zu erholen vom Laufen, Anfeuern und Sponsern, uns zu stärken und den Erfolg gemeinsam zu feiern.  Weil es einer der wenigen nicht so warmen Tage war, aßen wir diesmal in der Kirche. Für viele auch ein ganz besonderes Erlebnis ...

Fotos: Maria Kalcsics

2017 - 500 Jahre Reformation

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen gegen den Ablass.

Dieses Datum steht symbolisch für einen umfassenden, europaweiten Reformprozess in Kirche und Gesellschaft mit weltgeschichtlicher Bedeutung. Den Reformatoren ging es darum, die frohe Botschaft von Jesus Christus wieder neu und befreiend zum Klingen zu bringen: Gott liebt uns Menschen ohne Vorleistung, bedingungslos. Und aus diesem Glauben heraus können wir unser Leben gestalten - fröhlich und engagiert, in Freiheit und Verantwortung.

Was bedeutete es damals, was heißt es heute, den christlichen Glauben in evangelischer Prägung zu leben? Darüber sind wir im Jubiläumsjahr 2017 neu ins Nachdenken und ins Gespräch gekommen. Ein besonderer Höhepunkt war das große Fest „tirol.feiert.evangelisch“ am 21. Oktober 2017 in der Messe Innsbruck. Weitere Veranstaltungen aus dem Jubiläumsjahr finden Sie im Programmheft tirol.feiert.evangelisch: 2017 | 500 Jahre Reformation.

Unzählige Begegnungen, das vertiefte Kennenlernen reformatorischer Theologien sowie von Geschichte und Strukturen der evangelischen Kirchen, die Auseinandersetzung mit den prägenden Persönlichkeiten der Reformation und deren Wirken in Kirche, Politik, Wissenschaft und Kunst - all das hat uns bereichert. Wir hoffen, dass daraus über das Jahr 2017 hinaus viele Neues, Wesentliches wachsen und Frucht bringen kann. Zu diesem Zweck haben wir nun auch ein digitales Archiv eingerichtet und laden Sie herzlich ein zum Nachlesen, Nachhören und Nachschauen.

Auch unter "mehr Information" finden Sie einige Texte und Videos aus dem Jubiläumsjahr.

mehr Information

"Freiheit und Verantwortung" - Gedanken von Bischof Michael Bünker zum Schwerpunkt für das Reformationsjahr

"Luther ist kein Heiliger" - Artikel von Bischof Michael Bünker in der Tageszeitung "Der Standard" am 23.10.2016

"Evangelisch in Tirol" - Festvortrag von Bischof Michael Bünker beim großen Reformationsfest "tirol.feiert.evangelisch" am 21.10.2017 in der Messe Innsbruck

Vorträge der Ring-Vorlesung "Reformation – Konfessionskulturen – Räume" im WS 2016/17 an der Universität Innsbruck zum Nachschauen:

31.10.2017 | Kinder-Reformationsfest

„Bei Gott zählt nicht meine Leistung, sondern ich als Person – Gott liebt uns!“

Beim Kinderreformationsfest haben wir mit Martin Luther entdeckt, dass uns gestellte Aufgaben Spaß machen können, aber unsere Leistung vor Gott nicht entscheidend ist. Schön war's, gemeinsam mit so vielen Kindern und MitarbeiterInnen am Reformation zu feiern!

Fotos: Werner Geißelbrecht

08.10.2017 | Kirchenlauf 2017

8.212,65 Euro! - Sensationelles Ergebnis beim Kirchenlauf ...

In gut bewährter Tradition liefen wir auch heuer wieder zum Erntedank­fest für einen guten Zweck, diesmal mit und für SchülerInnen der Johann Sebastian Bach Musikschule Innsbruck. Anschließend luden wir wie immer zum gemeinsamen Mittag­essen „Speisung der 5000“ ein, um uns zu erholen vom Laufen, Anfeuern und Sponsern, uns zu stärken und den Erfolg gemeinsam zu feiern.

Die JSBM als evangelische Privatschule mit Öffent­lichkeitsrecht kann jeden Euro gut brauchen, um weiterhin hoch­wer­­tigen und professionellen Musik­unterricht anbieten zu können und ihr Potential zu entfalten. So freuen wir uns über die rege Teilnahme und den großen Erfolg. Danke den ausdauernden LäuferInnen und den groß­zü­gigen SponsorInnen!

Fotos: Alexandra Menges und Sonja Thurner-Geißelbrecht

09.07.2017 | Familiengottesdienst mit Entpflichtung von Jutta Binder

Im Familiengottesdienst zum Sommerbeginn haben wir Jutta Binder als Kinder- und Jugendreferentin unserer Gemeinde entpflichtet.

Schon Ende 2015 hat sie eine neue Aufgabe in unserer Kirche übernommen, sie leitet jetzt EFEF Tirol, die neu eingerichtete Evangelische Fachstelle Ehrenamt für Flüchtlinge unserer Diözese.

Fast ein Jahrzehnt lang hat sie die Arbeit mit Kindern hier in der Christuskirche mit viel Liebe und Kompetenz begleitet - und in den letzten Jahren auch den Konfikurs und die Arbeit mit Jugendlichen.

Besonders dankbar sind wir, dass Jutta auch nach ihrem beruflichen Wechsel mit verringerter Stundenzahl weiterhin wichtige Aufgaben bei uns übernommen und dann auch ihre Nachfolgerin, Annemarie Goldbrich, noch eingeschult hat. So konnten wir die Arbeit gemeinsam schaffen und den Übergang gut gestalten.

Juttas Entpflichtung haben wir zum Anlass genommen, auch unser aller "Entpflichtungen" vor dem Sommer zu feiern. "Geh aus mein Herz und suche Freud" - mit diesem Lied sind wir in die Ferien gestartet und haben gemeinsam überlegt, worauf wir uns schon so richtig freuen ...

Fotos: Johannes Obermeier

25.05.2017 | „Reformations-Wallfahrt“ der Tiroler Ordensfrauen

Wenn das keine Sternstunde war: Die alljährliche Wallfahrt der Tiroler Ordensfrauen und Mitglieder der Säkularinstitute führte diesmal zu „den Proteschtanten“:

Anlässlich des Reformations-Jubiläums lud Generaloberin Schwester Pauline Thorer in die evangelische Christuskirche in Innsbruck ein. Etwa 80 Schwestern nahmen am 25. Mai an dieser Tiroler Regionalkonferenz unter dem Titel „Evangelische Kirche in Tirol – Einblicke und Begegnung“ teil.

Bernd Hof, der 25 Jahre Pfarrer an der Christuskirche war, führte zunächst in die Besonderheiten dieser vor zehn Jahren neu gestalteten Kirche ein. Es folgte ein kurzer Überblick über Anliegen und Geschichte der Reformation unter besonderer Berücksichtigung Tirols. Dann stellte Hof das derzeitige evangelische Leben in diesem Bundesland vor.

Prälat Dr. Hermann Steidl, Bischofsvikar für die Orden und spirituellen Bewegungen, hob in seinem Grußwort hervor, dass die Reformation in Tirol großen Anklang gefunden hatte und mit Gewalt ausgerottet worden ist. Umso wichtiger sei nun die ökumenische Zusammenarbeit.

Im anschließenden Gespräch wurden unter anderem Fragen des Abendmahlsverständnisses und des praktischen Zusammenlebens der Konfessionen erörtert. Bei der Schlussandacht wurde in den Fürbitten immer wieder der Wunsch nach mehr gemeinsamem Handeln für den Frieden und für die Benachteiligten laut.

Weil der Gemeindesaal bei der Christuskirche dafür zu klein war, fand das abschließende Gespräch bei Kaffee und Kuchen in den Räumen der katholischen Nachbargemeinde im Saggen statt.

Fotos: Gerhard Hof

18.02.2017 | Superintendentialversammlung Salzburg/Tirol

Am 18. März 2017 tagte die Superintendentialversammlung, unser evangelisches "Kirchenparlament" für Salzburg und Tirol, in der Christuskirche.

Am Podium sehen Sie auf den Bildern als Gast aus Wien Gerhild Hergesell, die Oberkirchenrätin für Kirchenentwicklung. Sie informierte uns unter anderem über die für Planungen zu den 2018 stattfindenden Wahlen in die Gemeindevertretung und die übergemeindlichen Gremien.

Fotos: Gerhard Hof

07.12.2016 | Gottesdienst zur Eröffnung der Synode

Von 7. bis 10. Dezember 2016 tagte die Synode, unser österreichisches evangelisches „Kirchparlament“, in Innsbruck.

Der Eröffnungsgottesdienst fand am 7. Dezember, um 17 Uhr, in der Christuskirche statt. Die Liturgie gestalteten Pfarrerin Assunta Kautzky (Auferstehungskirche) und Pfarrer Werner Geißelbrecht (Christuskirche), es predigte Superintendent Olivier Dantine, die musikalische Gestaltung übernahmen der Chor der Christuskirche unter der Leitung von Thorsten Weber und an der Orgel Diözesankantor Gordon Safari.

Fotos: Marco Uschmann (epd)

 

07.12.2016 | Stadt.Teil.Advent!

Zum zweiten Mal luden wir heuer gemeinsam mit der römisch-katholischen Nachbargemeinde und sozialen Einrichtungen im Saggen zum Stadt.Teil.Advent! ein.

Am Martin-Luther-Platz vor der Christuskirche waren wieder alle herzlich eingeladen, bei Punsch, Glühwein, Keksen, Kiachln und Live Musik ins Gespräch zu kommen und gemütliche vorweihnachtliche Stunden bei unserem Adventmarkt zu verbringen. Organisationen rund um den Martin-Luther-Platz stellten sich und ihre Produkte vor und gaben Einblicke in ihre Arbeit.

Fotos: Gerhard Hof

Tiroler Landespreis für JSBM Kinderchöre

Am 26.10.2016 fand die Preisverleihung am Landhausplatz auf der großen Bühne statt.

45 Kinder aus allen Chor-Kategorien und Altersstufen der Johann-Sebastian-Bach Musikschule Innsbruck - die Minis, die Kids 1 und Kids 2 und die Teens - machten dem Preis alle Ehre und ließen das beliebte Kinderchorlied: "Heute woll'n wir singen, dass uns die Ohren klingen" nach einer Melodie von Tielman Susato hören. Die Kinderchorleiterin und Direktorin der Musikschule, Bärbel Weber, hatte mit allen dieses Lied einstudiert.

Außerdem gab es eine gemeinsame Aufführung mit dem Erwachsenen-Chor aus dem Pitztal, der ebenfalls mit dem Tiroler Landespreis ausgezeichnet wurde. Über 80 Sängerinnen und Sänger haben zusammen gesungen: von Fischen, Fröschen und Wölfen gab es über einem Ostinato der Männerstimmen einen bunten Klangteppich der hohen Stimmen - für Ohren und Augen, nicht zuletzt wegen der bunten Kinderchor T-Shirts, mit den Kleinen und den Großen in Aktion -  ein tolles, klangvolles Bild!

Im Anschluss an den Bühnenauftritt waren beide Preisträger-Chöre in die Georgs-Kapelle geladen und konnten jeweils vier bis fünf Lieder zum Besten geben. Die Kapelle war überfüllt von lauter begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern. Trotz schlechtem Wetter haben sich Eltern, Großeltern und Freunde es sich nicht nehmen lassen, den Kinderchorkindern zu lauschen. Mit großem Beifall und jeweils einer Urkunde wurden sie belohnt.

Es war ein ereignisreicher und äußerst gelungener Chor-Tag für alle Beteiligten!

Bild: Bärbel Weber

Bärbel Weber

Leiterin der Johann-Sebastian-Bach Musikschule Innsbruck

Kontakt:

„Mit Kindern zu singen und zu musizieren bereitet mir selbst die größte Freude und dies mach' ich sehr gerne 'an in und rundum' die Christuskirche!“

28.04.2016 | 10 Jahre Chorleiter Thorsten Weber

Ein Festkonzert in der Christuskirche mit und für Chorleiter Thorsten Weber.

10 Jahre leitet er nun schon den Chor der Gemeinde - und der blüht und gedeiht. Das ist natürlich ein Grund zum Feiern - woran wir uns bei voller Kirche und bestern Laune erfreuen durften.

20.02.2016 | Theater: Ängste freunde

Rainer Schmidt, ehemaliger Feuilletonredakteur einer großen Wochenzeitung, betritt mit einem offen buddhismophoben Wahlkampf die politische Bühne. Seine Wählerinnen und Wähler eint nur eines: die Angst. Es sind Menschen, die nachschauen, ob der Herd eh abgedreht ist. Menschen, die sich im Dunkeln umdrehen, wenn es im Gebüsch raschelt. Menschen, die sich im Selbstgespräch siezen, weil sie sich nicht trauen, sich das Du anzubieten. Kurzum: Menschen, wie du und ich.

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Angst ist das Thema unserer Zeit, auf das Politik und Religionen sinnvolle Antworten finden sollten. Johannes Michael Modeß schlüpft in seinem ersten Theaterstück in verschiedenste Rollen, um in einem abendfüllenden Charakterpanorama Menschen zu zeigen, die sich von ihrer Angst leiten lassen. Er überlegt, woher Ängste kommen und wohin sie führen und fragt dabei als Evangelischer Theologe auch immer nach der Rolle der Religionen im Spiel mit der und gegen die Angst. Eingeladen waren alle, die keine Angst hatten, liebgewordene Freundschaften zu überdenken. Denn auch unsere Ängste sind längst ängste freunde geworden! Die Uraufführung des Stücks fand am 20. Februar 2016 im OEZ Christuskirche statt.